ELSFLETH - Die finanzielle Situation der Stadt ist in diesen Tagen das bestimmende Thema. Auf der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Donnerstagabend im Heye-Saal entbrannte zwischen den Ratsmitgliedern eine lebhafte, kontroverse Diskussion um die Stadtentwicklung.

Ratsherr Alexander von Perger (CDU), der seit einem Jahr die neugegründete Stadtentwicklungskommission leitet, stellte dem Ausschuss die Ergebnisse des Gremiums mit einem mehrseitigen Bericht vor. Siebenmal hatte sich die Gruppe im vergangenen Jahr getroffen und über neue Konzepte zur wirtschaftlichen Belebung der Stadt diskutiert. Als Erfolg wertete von Perger das Schaufenster-Coaching. Eine professionelle Dekorateurin hatte den Geschäftsleuten Tipps gegeben. Die Idee eines Bürgerbusses scheiterte an der Wirtschaftlichkeit – es wäre vermutlich ein Verlustgeschäft geworden.

Ratsherr Horst Kortlang (FDP) sprach sich dafür aus, die Stadtentwicklung in Elsfleth nicht zu beenden. Dem folgte auch Bürgermeisterin Traute von der Kammer mit dem Vorschlag, 30 000 Euro in den Haushalt für Planungen einzustellen. Daraufhin entstand eine lebhafte Diskussion. Karin Gehlhaar (SPD) kritisierte die Erstellung von teuren Gutachten, die „in der Schublade“ verschwinden. Dafür fehle das Geld. Sven Semprich (CDU) nannte diese Bestrebungen „Augenwischerei“ und forderte, die Stadt mit Bordmitteln zu verschönern.

Ausschussvorsitzender Wolfgang Nieß (SPD) erwiderte, kein Geld zu investieren bedeute Stillstand. Die Oberrege, so mehrere Ratsmitglieder, sollte einen Schwerpunkt der Bemühungen bilden.

Der Fachausschuss stimmte mit den Stimmen von SPD und FDP für den Vorschlag, 30 000 Euro für die Stadtentwicklung in den neuen Haushalt einzustellen und folgten damit dem Vorschlag der Bürgermeisterin. Die CDU enthielt sich, die UWE war dagegen.