ELSFLETH - ELSFLETH - „Wir sollten unseren Kindern das Beste zur Verfügung stellen!“ Mit dieser Aussage konnte Vorsitzende Gudrun Ahrens (SPD) am Dienstag im Schulausschuss keinen Widerspruch erregen. CDU-Ratsherr Wilfried Thümler war da schon wagemutiger, als er darauf hinwies, dass die Landesregierung Einsparungen erwartet. Bis zum 1. September soll die Stadt – wie berichtet – dem Ministerium ein Konzept über mögliche zu erzielende Einsparpotenziale durch eine Zusammenlegung der beiden Grundschulen Lienen und Alte Straße darlegen. An dieses Papier war im Dezember 2004 die Gewährung einer Bedarfszuweisung geknüpft worden.

In der Sitzung am Dienstag waren die Schulleiterinnen und Elternvertreter der Schulen um Stellungnahmen gebeten worden – mit voraussehbarem Ergebnis: der Status quo soll unangetastet, beide Standorte nach Möglichkeit erhalten bleiben. Der Ausschuss beauftragte die Bauverwaltung, entprechende Planungen und Kostenberechnungen für die dafür erforderlichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen anzustellen.

„Wir sparen am meisten, wenn alles so bleibt, wie es ist. Das müssen wir der Kommunalaufsicht so darstellen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Wiesensee gegen Ende der Sitzung. Bedeckt hielt sich die SPD. Kaum Raum nahm in der Debatte die Alternativlösung ein – Zusammenlegung der Schulen an der Alten Straße unter der Voraussetzung, dass dort ordentlich investiert wird. Ein Neubau, favorisert vom Bürgermeister als möglicherweise sinnvollste Lösung, wurde von Ausschussmitgliedern nur hinter vorgehaltener Hand in einer Sitzungspause ins Spiel gebracht.