Elsfleth - Diese Frage war berechtigt. Beim letzten Rennen um Sieg und Platz versuchten die beiden Crews der Elsflether Lokalmatadoren – die siegverwöhnten Favoriten „Die Holzwürmer“ und das hochmotivierte Racing-Team der Gemeinschaft Fünfhausen – jeweils die beste Rennlinie zu ergattern mit dem Erfolg, dass sich die Riemen beider Teams ins Gehege kamen und die Rennleitung befand: Zurück zur Startlinie!

Gesagt, zurück gepullt und gewartet, bis das Binnenschiff „Alfons“ die Rennstrecke passiert hatte, dann durfte noch einmal unter dem Jubel der Zuschauer gestartet werden. Beide Crews investierten die letzten Kraftreserven, aber schon bei der Wende der Boote war abzusehen, wer den „dicksten Pott“ mit nach Hause nehmen durfte: es wurde ein klarer Sieg der „Holzwürmer“ – wieder einmal!

Begonnen hatte der Wettbewerb bereits am frühen Morgen. An der Huntepromenade zeigte sich das übliche kunterbunte Bild. Sechzehn gemischte und zwei Frauenteams bevölkerten ihre Beduinenzeltlager, und ohne die wichtigsten Utensilien – kistenweise Getränke, Holzkohlegrills und alles was essbar darauf gehört – ging gar nichts. Dazu kam eine Bombenstimmung, an der auch der wohl erste schöne Maitag mit viel Sonne großen Anteil hatte.

Viel Lob gab es für Jasmin Scholz und Philipp Koppe. Als Rennleitungs-Team hatten die beiden Elsflether Nautik-Studierenden über Stunden das Rennen perfekt im Griff. Sie lieferten eine logistische Meisterleistung ab.

Begleitet von Schlachtgesängen der Puller-Teams fand pünktlich um 18 Uhr die Siegerehrung mit der Vergabe von Pokalen, Medaillen und Urkunden statt. Das Elsflether Mädels-Team „Anne Riemen“ besiegte die Braker „Pullfregatten“. bei den gemischten Crews lag „Uno’s Eleven“ aus Brake auf Rang 3. Die weiteren Platzierungen: 4. Interpull, 5. Torpedo, 6. Expullsiv, 7. Pull-Dance, 8. Kutterbunt, 9. Team Horizont, 10. Pullpiraten, 11. Reusen-Rammer, 12. Schiffs-Mexikaner, 12. Pit Pull, 14. Red-Pull, 15. Leer Gut, 16. 2 full 2 pull.

Und das war besonders schön: Alle Teams jubelten und sangen so ausgelassen, als stünden sie gemeinsam auf dem Siegertreppchen. Das gehörte aber der Mannschaft „Die Holzwürmer“, die ihren Sieg lautstark mit einem Shanty feierten. „What shall we do with the drunken sailor?“ Diese Frage konnte im Laufe des Abends beim Feiern zufriedenstellend beantwortet werden.