ELSFLETH - Diese Investition hält die CDU nicht für zielführend: Weil auf Betreiben der SPD/FDP-Gruppe im Investitionsprogramm zum Haushaltsplanentwurf 2008 255 000 Euro für die Erneuerung des Kunstrasenplatzes Peterstraße aufgenommen wurden, lehnten die Christdemokraten, Befürworter eines Sportplatz-Neubaus im Stadtwesten, den Haushaltsplanentwurf 2008 sowie den Investitionsplan auf der Ratssitzung am Dienstag geschlossen ab. Auch die WEM stimmte dagegen, allerdings aus anderen Gründen. Die Zwei-Mann-Fraktion hat Bedenken hinsichtlich der hohen Baukosten für den „Campus“, den zentralen Platz auf dem Marikom-Gelände geäußert (hierfür werden eine halbe Mio. Euro veranschlagt). Die Reparatur des Kunstrasenplatzes halte die Fraktion für richtig, betonte WEM-Vorsitzender Georg Schwarting. Beschlossen wurde der Haushalt mit 13:9 Stimmen von der SPD/FDP-Gruppe und Bürgermeister Diedrich Möhring.
In die Beratung des Nachtragshaushalts vertagt wird auf Wunsch der SPD/FDP-Gruppe das Thema „Grundschulneubau“. Bestandteil des jetzt beschlossenen Haushalts sind auf Anregung von SPD/FDP Planungskosten in Höhe von 30 000 Euro. Hiermit will die Gruppe, in der noch unterschiedliche Auffassungen zu Sinn oder Unsinn eines Schul-Neubaus existieren, eine verlässliche Grundlage zur Ermittlung der Kosten eines dreizügigen Grundschul-Neubaus schaffen.
Für Hundehalter gibt es Erleichterungen. Die SPD/FDP-Mehrheit beschloss mit Unterstützung der noch in letzter Minute vom Sinn einer Kompromisslösung überzeugten WEM eine gelockerte Satzung, nach der Hundehalter vom 1. April bis 30. September vor 9 Uhr morgens und nach 19 Uhr abends mit ihren Vierbeinern an den Oberhammelwarder Strand und auf den Elsflether Sand dürfen. Nicht punkten konnte die CDU, die sich laut Ratsherr Alexander v. Perger ohne Wenn und Aber für einen kinderfreundlichen Strand ohne Hunde einsetzt.
In der Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung hatte ein Hundehalter seinem Unmut mit der bestehenden Regelung und auch mit der zur Abstimmung stehenden Neufassung Luft gemacht. Ein Hundeverbot und auch eine Einschränkung der Strand-Begehbarkeit für Hundehalter entbehre jeder rechtlichen Grundlage, sagte der Mann und kündigte eine Klage gegen die Stadt an.
