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Trauer um verstorbene Schauspielerin
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Hannelore Elsner Ist Tot
Trauer um verstorbene Schauspielerin

NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Elsfleth

Die Vorhut ist schon mal da

07.03.2019

Elsfleth /Vegesack Die Vorhut der „Schwarzen Schar“ hat es bis Vegesack geschafft. Die vier Männer rasten im Gasthaus „Zum Walfisch“ und planen ihre nächsten Schritte. Die Wirtschaft, in der man ihnen den kräftigen Kaffee in weißen Bechern serviert, befindet sich im Vegesacker Geschichtenhaus. Und die Geschichte des Bremer Nordens sowie die der umliegenden Region wird hier im wahrsten Sinne des Wortes lebendig.

Jeder der vier Männer ist eine auffällige Erscheinung – selbst hier im Museum, in der kostümierte Mitarbeiter die Besucher in kleinen Theaterszenen in das Vegesack des 19. Jahrhunderts entführen. In ihren schwarzen Uniformen, die originalgetreu nachempfunden sind, treten sie auf. In ihrer Freizeit legen Jürgen Stange (59), Jens Kalle (52), Achim Breitkopf (48) sowie Uwe Heusmann (54) den Waffenrock an. Das ist ihr Hobby.

Es handelt sich nicht um irgendeine Uniform: sie tragen schwarz. Je bunter die übrigen Accessoires sind, desto höher ist der Dienstgrad. Während der Bundesbeamte im öffentlichen Dienst Jürgen Stange als einfacher Soldat erscheint, ist der Erzieher Jens Kalle ein Rittmeister und Kapitän der braunschweigischen Husaren. Achim Breitkopf, im bürgerlichen Leben freischaffender Künstler, erscheint als Major. Der Berufsschullehrer Uwe Heusmann ist Colour-Sergeant des 5. Linienbataillons der King’s German Legion. Sie verkörpern Soldaten aus den napoleonischen Befreiungskriegen.

Elsflether Denkmal 1859 eingeweiht

Am 16. Juni 1815 starb Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels – der „Schwarze Herzog“ – nach der Schlacht bei Quatre-Bras im Königreich der Vereinigten Niederlande. Zwei Tage später fand die Schlacht von Waterloo statt, in der eine Allianz europäischer Staaten endgültig über Napoleon siegte.

Im Jahr 1859 weihten die Elsflether das von dem Bremer Architekten Heinrich Müller (1819-1890) aus grauem Sandstein errichtete Denkmal für den Freiheitskämpfer und seine Truppen ein. Das Reliefbild schuf der Braunschweiger Bildhauer Franz Körner. Zwischen Rathausplatz und Kaje stehend, erinnert es noch immer an den Herzog, der in der Krypta des Braunschweiger Doms beigesetzt ist.

Der Zug vor 210 Jahren von Oelper über Burgdorf nach Elsfleth ist Thema einer Ausstellung im Stadtmuseum Burgdorf bis zum 11. August. Ansprechpartner ist Jens Kalle unter Telefon 0151/70608913 sowie E-Mail: ista.kalle@freenet.de

In Elsfleth ist man sich der Geschichte sicherlich bewusst. Direkt an der Kaje steht das Denkmal für den Schwarzen Herzog. Vor 210 Jahren schiffte sich der braunschweigische Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg und Oels – wegen der von ihm getragenen schwarzen Uniform der „Schwarze Herzog“ genannt – mit seinem Freikorps nach England aus. Die Truppe war auf der Flucht vor den Westfälischen, die mit Napoleon im Bunde waren. Am 6. August 1809 kam die Schar dann über Delmenhorst bis Elsfleth. Dem in deutschen Landen als Freiheitsheld gefeierten Herzog gelang es am 7. August 1809, sich von Elsfleth aus über die Weser nach England abzusetzen. Mit der Morgendämmerung setzte man die bereits am 6. August begonnene Einschiffung fort. Alle verfügbaren Schiffe waren beschlagnahmt und einsatzbereit gemacht worden. Beim Auslaufen der Schiffe standen die Menschen dicht gedrängt auf den Deichen. Nach Überlieferungen jubelten sie den Soldaten zu. Am 9. August wurde Helgoland erreicht. Zwei Tage später ging es für die rund 1600 Mann mit Transportschiffen nach England. Der „Schwarze Herzog“ und seine Männer hatten sich so den Truppen Napoleons entziehen können.  Am Samstag, 10. August, in diesem Jahr wollen die Mitglieder der Interessengemeinschaft Braunschweigisches Feldbataillon der gelungenen Flucht gedenken und in Elsfleth einen Kranz niederlegen. Ihnen ist wichtig darauf hinzuweisen, dass Menschen für ihre Freiheit ihr Leben opferten und dass die Epoche der französischen Herrschaft während der Regierungszeit Napoleons in Deutschland viele positive Spuren hinterlassen hat wie beispielsweise den „Code civil“. Es handelt sich dabei um das französische Gesetzbuch zum Zivilrecht. Erst 1900 wurde der „Code civil“ dort, wo er im Deutschen Reich noch galt, vom Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) abgelöst.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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