ELSFLETH - Der CDU-Stadtverband will offener werden und arbeitet an einer Plattform, bei der jeder Interessierte unabhängig von Parteizugehörigkeit mitarbeiten kann – eine Art parteiübergreifende „Denkfabrik“ für Elsfleth.
Das bestätigte der Stadtverbands-Vorsitzende und Ratsherr Sven Semprich am Montag im Gespräch mit derNWZ
. „Im Wahlkampf haben wir oft von Bürgern gehört, dass sie zu wenig einbezogen würden. Das wollen wir ändern.“Semprich will ein „Zukunftsforum“ ins Leben rufen (siehe Kasten). Einmal im Monat, am zweiten Mittwoch, sollen sich interessierte Bürger treffen, um über aktuelle Elsflether Themen zu diskutieren, erklärt Semprich. „Unser Ziel ist ganz klar Bürgernähe. Jeder kann kommen.“
Die CDU sei lediglich „das Dach“ der Veranstaltung, wolle aber alle Bevölkerungsgruppen und sozialen Schichten einbeziehen. „Politiker saßen früher oft in Räumen mit großen Fenstern – aber die Vorhänge waren zu“, sagt Semprich selbstkritisch. „Wir möchten mehr Transparenz gegenüber dem Bürger. Wir wollen die Tür auf machen“, so Semprich.
Der Vorsitzende, der seit 15 Jahren Kommunalpolitiker ist und in drei Ausschüssen vertreten ist, hat bereits Mitstreiter gefunden, die ihn bei dem Projekt „Zukunftsforum“ unterstützen wollen.
Man wolle das geistige Potenzial der Bevölkerung nutzen, um Anregungen für die Ratsarbeit zu bekommen, so der Selbstständige. „Wir wollen Schwellenängste nehmen, mit der Politik in Kontakt zu treten.“
Anfang Januar soll das erste Treffen des Zukunftsforums sein – spätestens. Ort und Zeit der ersten Versammlung werden bekanntgegeben.
