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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Elsfleth

Erheblicher Mangel an Nautikern

25.03.2013

Elsfleth Ein Fest der Seefahrt wird in Elsfleth, der „maritimsten Stadt Deutschlands“, nicht nur an einem einzigen Abend gefeiert. Drei Tage lang stand am Wochenende die maritime Atmosphäre im Mittelpunkt.

Am Freitag begann das 109. Stiftungsfest der Nautischen Kameradschaft „Visurgis“ mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal und dem Jahreskonvent, es folgten am Sonnabend der NK-Festkommers in der Stadthalle, abends lud das Elsflether Schifffahrtsforum zum Festball mit Heringsessen ein, zum Ausklang traf man sich am Sonntag beim Frühschoppen im Restaurant „Navigare“.

Drei Hingucker

Zu Beginn des Festkommers begrüßte der Vorsitzende der Nautischen Kameradschaft, Dirk Werner, unter anderen die Abordnungen befreundeter Verbindungen. Ein echter Hingucker waren die drei Gäste der „Nordia“ aus Wilhelmshaven. Sie gestalteten ihren Auftritt im „vollen Wichs“ traditioneller Corpsstudenten.

Dirk Werner ernannte die Sänger des Visurgen-Shanty- Chores Ludger Abeln, Joachim Böhme, Heinke Wübbenhorst und Gerd Gräper anlässlich ihrer 20-jährigen Chormitgliedschaft zu Ehrengästen der Kameradschaft.

Vom Ideengeber des Jade-Weser-Ports und Gastredner John H. Niemann wünschte sich Bürgermeisterin Traute von der Kammer eine intensive Beziehung zur Stadt Elsfleth. „Für unsere Logistik-Studierenden kann es ein Gewinn sein, in diesem Hafen eine Anstellung zu bekommen, wir würden Sie hier gerne öfter sehen“, sagte sie. Er wolle diesem Wunsch gerne entsprechen, erwiderte John H. Niemann.

Nicht zum ersten Mal sprach der Dekan des Fachbereichs Seefahrt, Professor Dr. Klaus-Jürgen Windeck, die aktuelle Immatrikulationssituation und den Mangel an Praxissemestern für Nautikstudierende an. In der Summe sei es zwar gelungen, die Anzahl der Studierenden zu erhöhen, so der Dekan, das gelte aber nur für die Studiengänge SHW und ITM. Bei den Nautikern wäre es nicht zu realisieren gewesen. Klaus-Jürgen Windeck: „Wenn von 168 Anmeldungen nur 19 Erstsemester einen Studienplatz bekamen, liegt es daran, dass der Rest die erforderlichen Studienbedingungen nicht erfüllen konnte. Entweder hatten sie keine Ausbildung zum Schiffsmechaniker oder ihnen fehlte das 1. Praxissemester“. Für die deutsche Schifffahrt, die pro Jahr 400 Nachwuchskräfte benötige, sei das eine bedenkliche Situation und gefährde letztlich die Zukunftsfähigkeit der Branche, mahnte der Hochschullehrer. Der Sprecher des Elsflether Schifffahrtsforums, Marc Dieterich, versprach diese Probleme beim Schifffahrtsforum im Herbst zu thematisieren.

Jade-Weser-Port

Über den Werdegang und die wirtschaftliche Situation des Jade-Weser-Ports sprach als Gastredner der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Wilhelmshaven, John H. Niemann. Er gab sich zuversichtlich, dass der Hafen trotz mäßig frequentierter Kais und Kurzarbeit langfristig durchaus konkurrenzfähig sei. „Einen Zukunftshafen bekommt man nicht in kurzer Zeit, auch die derzeit größte Krise in der Seeschifffahrt bremst den Erfolg des Jade-Weser-Ports aus.“ Es werde ungefähr noch ein Jahr dauern, bis man ein verlässliches Kundenpotenzial habe, so John H. Niemann, man sei jetzt dabei, die Reedereien zu motivieren diesen fantastischen und technisch hervorragenden Hafen zu nutzen.

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