NWZ
.„Wir haben den Kurs schon am 14. März um 650 Seemeilen korrigiert“, so Harald Schepers. Da war die Jula S noch vor der Westküste der USA. „Nach Bekanntwerden der Vorfälle in Japan war das für uns kein Thema“, stellt er klar. Dabei nehme man auch höhere Kosten in Kauf. Damit widerspricht Schepers der Darstellung des Freundes einer Nautik-Studentin, die zurzeit an Bord ist.
Mit Nachdruck weist er die Darstellung zurück, wonach die Route des Containerschiffes, das auf dem Weg nach Südkorea war, beibehalten wurde. „Das stimmt nicht. Ursprünglich sollte das Schiff Japan über eine nördliche Seestraße passieren. Wir haben uns entschieden, die Route zu ändern, das Land südlich zu umfahren und einen Umweg von 650 Meilen in Kauf zu nehmen“, stellt Schepers klar. Zusätzliche Fahrtzeit: eineinhalb Tage.
Durch den Umweg seien hohe finanzielle Einbußen entstanden. Es könne überhaupt keine Rede davon sein, dass das Schiff aus Kostengründen auf Kurs gehalten worden sei. Im Gegenteil.
Zudem, betonen Schepers und Spöde, sei das Schiff auch beim Aufenthalt in Südkorea über 1250 Kilometer Luftlinie vom Unglücksort entfernt gewesen. „Wir stehen ständig mit der Weltgesundheitsorganisation und den Behörden vor Ort in Kontakt“, sagt Schepers. „Wir haben an Bord alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die man treffen kann.“
