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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Elsfleth

Rostschäden – „Gorch Fock“ steht länger still als geplant

10.06.2016

Kiel /Elsfleth Die Instandsetzungsarbeiten der „Gorch Fock“ werden erheblich länger dauern als geplant. Wegen Rostschäden würden jetzt auch die drei Masten des Segelschulschiffs der Marine ausgetauscht, sagte Fregattenkapitän Achim Winkler am Donnerstag in Kiel. Auf der Werft in Elsfleth (Kreis Wesermarsch) wird die Bark seit Dezember überholt und liegt zur Zeit im Dock in Bremerhaven. Die Arbeiten sollten ursprünglich Ende Juli fertig sein. Jetzt dürfte die „Gorch Fock“ der Marine voraussichtlich erst wieder im März 2017 zur Verfügung stehen. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet.

Die ab November geplante Fahrt nach Kolumbien, Mexiko und Kuba fällt damit flach, ebenso ein für März 2017 vorgesehener Besuch in den USA. Und auch der im Mai 2017 geplante Besuch beim Hafengeburtstag in Hamburg ist unklar. „Welche Fahrten die „Gorch Fock“ im nächsten Jahr machen wird, ist zurzeit völlig offen“, sagte Winkler.

Der lange Ausfall bereitet Probleme bei der Ausbildung der neuen Offiziersanwärter. Denn die Marine hat wegen der vielen Auslandseinsätze in diesem Jahr keinen Einsatz-Ausbildungsverband, wie Winkler erläuterte. Dort erhalten die angehenden Offiziere normalerweise ein Praktikum. Mit dem sechs Monate langen Törn der „Gorch Fock“ sollte dies ausgeglichen werden.

Zu den möglichen Optionen für die seemännische Ausbildung gehört nun, eventuell ein ausländisches Segelschulschiff zu chartern. Dies war bereits im Jahr 2000 mit der norwegischen „Staatsrad Lehmkuhl“ gemacht worden. Entschieden sei aber noch nichts, sagte Winkler.

In ihren Heimathafen Kiel hätte die „Gorch Fock“ eigentlich in diesem Sommer zurückkehren sollen. Zur Instandsetzung gehören Arbeiten an der Takelage, am Rumpf und an den Hygieneeinrichtungen an Bord sowie Arbeiten am Unterwasserbereich. „Die Kosten liegen im siebenstelligen Bereich“, hatte Werft-Vorstand Klaus Wiechmann vor einem halben Jahr gesagt. Über die zusätzlichen Kosten für die neuen Masten - sie sind bis zu 45 Meter hoch - konnte das zuständige Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz am Donnerstag noch keine Angaben machen.

Zuletzt war der 1958 gebaute Dreimaster 2012 in Elsfleth mit Millionenaufwand saniert worden. Laut Marine und Werft stehen die Reparaturen nicht mit einem Unfall während eines Anlegemanövers in Wilhelmshaven Ende November in Zusammenhang. Und der Austausch der Masten habe sich jetzt angeboten, um das Schiff langfristig fit zu machen, hieß es.

Seit 1958 haben etwa 15.000 Männer und Frauen ihre seemännische Basisausbildung auf dem Segelschulschiff absolviert. In dieser Zeit legten Schiff und Besatzung mehr als 750 000 Seemeilen zurück. Das entspricht etwa 35 Erdumrundungen.

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Bundesamt für Ausrüstung | Bundeswehr

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