Moorriem - Früher hieß es einfach Seilspringen. Das aber reißt jetzt keinen mehr vom Hocker. Wie kann man erreichen, dass das einfache Sportgerät dennoch benutzt wird? Man nennt es einfach „Skipping“ und schon ist es „in“.

Die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der Grundschule Moorriem konnten am Dienstagmorgen Erfahrungen sammeln im Umgang mit Springseilen. Unter der Anleitung von Iris Hahn sprangen sie alleine, zu zweit oder zu dritt. Und die Kinder konnten feststellen, dass das, was leicht aussieht, nicht immer leicht ist. „Die machen es aber gut“, sagt Iris Hahn, die als Vertreterin der Deutschen Herzstiftung das Projekt „Skipping hearts“ (hüpfende Herzen) betreut. Sportlehrerin Bianca Fleßner war auf das Angebot der Stiftung aufmerksam geworden und hatte dieses Projekt nach Moorriem geholt. „Wir wollen die Kinder motivieren, sich mehr zu bewegen. Und Seilspringen ist ideal für die Pausen“, erläutert sie. Und die Kinder stellten fest, dass der Umgang mit einem Seil – selbst wenn noch nicht alles klappte – viel Freude bereiten kann.

Die Deutsche Herzstiftung versucht mit diesem Projekt, den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder zu nutzen. „So können wir fehlender Bewegung, drohendem Übergewicht und auch einigen Herzerkrankungen vorbeugen“, erklärt Iris Hahn. Die motorischen Grundfähigkeiten werden geschult und gefördert. Zudem kann jedes Kind – egal, wie sportlich es ist – schnell ein Erfolgserlebnis verbuchen. Und die Lust, das Seil in Zukunft mehr zu benutzen, dürfte bei den Moorriemer Grundschülern seit Dienstag deutlich gestiegen sein.