Elsfleth - Eine erfreuliche Nachricht zur Entwicklung der Haushaltslage der Stadt in diesem Jahr konnte Bürgermeisterin Traute von der Kammer in der jüngsten Ratssitzung verkünden – wenn gleich sie mit einem Wermutstropfen daher käme, so die Bürgermeisterin.

Dank einer unerwarteten Einnahme bei den Gewerbesteuern könne die Stadt anders als geplant doch noch ein ausgeglichenes Jahresergebnis erreichen. Der Geldsegen resultiere aus einem Verkauf von Schiffen aufgrund einer Betriebsschließung, erklärte von der Kammer. Deshalb sei diese Entwicklung auf lange Sicht eher mit Sorge zu betrachten, da dieser Betrieb künftig nicht mehr für Gewerbesteuereinnahmen sorgen werde und diese der Stadt dann fehlen.

Die nun eingenommene Summe, eine Zahl nannte die Bürgermeisterin nicht, werde die Stadt in den laufenden Haushalt stecken, Rücklagen bilden und versuchen Fehlbeträge, die noch aus dem Jahr 2007 stammen, abzubauen.

Positiv sei nach Auskunft der Bürgermeisterin die Arbeit des Arbeitskreises Innenstadt angelaufen. Es werde konstruktiv daran gearbeitet, das Herz der Elsflether für ihre Stadt wieder zum schlagen zu bringen, so Traute von der Kammer. Die Stadt wolle sich darüber hinaus auch erneut um Fördergelder aus dem Städtebauförderprogramm bemühen, um ihrerseits einen Beitrag zur Belebung der Innenstadt zu leisten.

Die jüngst immer wieder laut gewordene Kritik, die Stadt spare vor allem auf Kosten sozialer Leistungen wie der Kinderferienbetreuung, wies die Bürgermeisterin zurück. Ihrer Einschätzung nach haben soziale Leistungen keinen nachrangigen Stellenwert in Elsfleth. Mit einer Millionen Euro machten sie ein Zehntel des Gesamthaushalts aus. Was die Ferienbetreuung für Kinder angehe, so sei ihr Rat, dass sich Familien mit schwerwiegenden finanziellen Schwierigkeiten an die Stadt wenden sollten, um Unterstützung zu bekommen, sagte von der Kammer.