Elsfleth - Anzeigetafeln und Hebel und Knöpfe, Schalter, Schapps und Schubladen – auf der Brücke des Segelschulschiffs „Großherzogin Elisabeth“ gibt es so viele Dinge, die Landratten nur selten zu Gesicht bekommen haben. Ein „Gerät“ aber kennen alle: das große Steuerrad aus Holz erfüllt auf der „Lissi“ immer noch seinen Zweck.

Das erfuhren jetzt die Elsflether und Berner Schulkinder, die in den Sommerferien an der Ferienbetreuung in der Liener Grundschule teilnehmen (die NWZ  berichtete). Zusammen mit ihren Betreuerinnen und den beiden Leiterinnen der Kinder- und Familienservicebüros Elsfleth und Berne, Waltraut Ralle-Klein und Martina Drake-Hennig, ließen sich die Mädchen und Jungen von „Lissi“-Bootsmann Till Strothmann in die Geheimnisse der „christlichen Seefahrt unter Segeln“ einweihen.

„Das hölzerne Steuerrad gibt es in der modernen Seefahrt auf den Schiffen nicht mehr, heute wird mit einem Tiller, das ist eine Art Joystick, gesteuert“, verriet Till Strothmann den Kindern. „Auf der ,Lissi’ lernt ein angehender Kapitän auch mit dem Steuerrad umzugehen und er wird nach Papierkarten navigieren, obwohl bei uns an Bord elek-tronische Seekarten in den Geräten gespeichert sind.“

Dann waren da noch die beiden Schalthebel zum Gang einlegen und Gas geben, die Gegensprechanlage, die Knöpfe für das Bugstrahlruder zur Erleichterung des Anlegemanövers. Und als die Glasenuhr bimmelte, folgte eine genaue Erklärung, warum in ferner Vergangenheit auf den Schiffen die Zeit mit gläsernen Sanduhren gemessen wurde und was dieses wiederum mit den Wachen der Seeleute zu tun hatte.

Nach ihrem maritimen Abenteuer an Bord der „Lissi“ hatten die Ferienkinder eine Menge über das Elsflether Segelschulschiff dazu gelernt.