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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Elsfleth

Jubilar: Wehr den Stempel aufgedrückt

09.04.2013

Neuenbrok „Sein Wort war Gesetz.“ Mit diesen Worten umriss Kreisbrandmeister Heiko Basshusen das Schaffen des Neuenbroker Ehrenortsbrandmeisters August Cordes. Er traf damit auf den Punkt.

Stimmungsvolle Feier

70 Jahre gehört August Cordes nun der Freiwilligen Feuerwehr an. Wie kaum ein anderer, drückte er dem Feuerwehrwesen seinen Stempel auf. Bei der stimmungsvollen Feier am Sonntagnachmittag im Neuenbroker Feuerwehrhaus wurden die Verdienste des 86-Jährigen von zahlreichen Gästen und Laudatoren gewürdigt.

Am 1. April 1943 wurde August Cordes, gerade mal 16 Jahre alt, für die Ortswehr Bardenfleth dienstverpflichtet. „Das war eine Aufforderung der Obrigkeit“, erinnert sich der Neuenbroker. Kurz und bündig sei er unmissverständlich aufgefordert worden, sich zwecks Aufnahme in die Wehr vorzustellen. Bereits ein Jahr später wurde der 17-Jährige zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt. August Cordes verriet auch, warum einem so jungen Mann diese Verantwortung übertragen wurde: „Alle Männer waren im Krieg, im Dorf gab es nur noch die ganz jungen und die ganz alten.“

Die Einsätze in den Kriegsjahren waren häufig mit Gefahr für Leib und Leben verbunden. August Cordes: „Wenn ich mit dem Fahrrad zum Bardenflether Spritzenhaus fahren musste, schoss die Flak. Über mir waren Hunderte von feindlichen Fliegern.“ Heil angekommen im Spritzenhaus, musste sich der Neuenbroker von dort dienstmachenden Feuerwehrfrauen ausschimpfen lassen: „Jung’, mak de Zigarett’ ut, de gleuht veel to hell.“ August Cordes erinnerte sich aber auch an viele gesellige Stunden im Kreis der Feuerwehrkameraden sowie an Einsätze, die nicht zwingend Feuerwehrsache waren. „Wenn Not am Mann war, haben wir auch schon mal Gräben gelotet und Heu eingefahren.“

Karriere gemacht

Mit Weiterbildungen in der Wehr hatte der aufstrebende junge Feuerwehrmann nicht viel am Hut. „Ich brauchte keine Lehrgänge, ich konnte schon alles“, schmunzelte August Cordes mit einem listigen Augenzwinkern. Karriere hat der Neuenbroker dennoch gemacht: Er schaffte es vom Feuerwehrmann bis zum Brandmeister. 1960 wurde er Ortsbrandmeister der Neuenbroker Wehr, 1974 im Zuge der Gebietsreform stellvertretender Stadtbrandmeister, 1987 ernannte man ihn zum Ehrenortsbrandmeister, 1989 trat er in die Altersabteilung über.

„August war immer einer der am besten informierten Leute im Dorf“, würdigte Ortsbrandmeister Uwe Menke das Engagement des Jubilars. „Er war trotz aller Ecken und Kanten der gute Geist unseres Dorfes. Das machte auch die Schlagkraft unserer Ortswehr aus.“ Das Feuerwehrwesen sei August Cordes wohl schon in die Wiege gelegt worden, mutmaßte Elsfleths Bürgermeisterin Traute von der Kammer. Sie überreichte dem Jubilar einen Wappenteller der Stadt Elsfleth. In ihren Dank schloss die Bürgermeisterin auch Cordes Ehefrau Erna mit ein.

Auch Kreisbrandmeister Heiko Basshusen und Stadtbrandmeister Jürgen Zech zollten August Cordes ihre Anerkennung. Für die 70-jährige Mitgliedschaft zeichnete Heiko Basshusen den Jubilar mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen aus.

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