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Gefälschte Adressen Emder Polizei warnt vor neuem Paket-Betrug

Die Boten sollen die Pakete nach gefälschter Einwilligung einfach an der eigentlich leerstehenden Immobilie abholen. Die Diebe kommen später, um die Ware an sich zu bringen.

Die Boten sollen die Pakete nach gefälschter Einwilligung einfach an der eigentlich leerstehenden Immobilie abholen. Die Diebe kommen später, um die Ware an sich zu bringen.

Philipp Schulze/dpa

Emden - Eine neue Betrugsmasche beschäftigt die Polizei Emden-Leer. Im Visier der Täter: leerstehende Häuser und Versandhändler, die Waren ohne Vorabbezahlung liefern. Genau solch einen Fall gab es nun jüngst in Emden. Gegen die unbekannten Täter erstattete ein Emder Anzeige. Die Polizei nutzt den Vorfall, um auf die Funktionsweise der noch recht neuen Masche hinzuweisen.

In diesen Fällen nutzen die unbekannten Täter leerstehende Häuser als eine Art unüberwachte Packstation. Sie befestigen gefälschte Klingelschilder, täuschen so vor, in dem Haus zu wohnen. Im Anschluss werden Waren von Onlinehändlern bestellt und an die gefälschte Adresse geliefert. Die Täter können die Waren dann einsacken, der Versandhändler bleibt auf seinem Schaden sitzen – oder verschickt weiter Mahnungen an das unbewohnte Haus, teilte ein Polizeisprecher gegenüber unserer Redaktion mit. „Die Täter können also Ware bekommen und stehen selber in keiner Verbindung zu dem Haus.“ In manchen Fällen kombinierten die Kriminellen diese Betrugsmasche auch mit gestohlenen Kreditkarteninformationen, etwa weil Händler nicht gegen Rechnung liefern wollen.

Hausbesitzer in Emden betroffen

In diesem konkreten Fall hatte sich der Emder Hausbesitzer bei der Polizei gemeldet. Ihm waren die Pakete vor seinem leerstehenden Haus aufgefallen. Aus Sorge, gegenüber den Versandhändlern haften zu müssen, schaltete er die Polizei ein – und erstattete die Anzeige. „Genau das richtige Verhalten“, erklärte der Polizeisprecher. Nun werde der Emder Hausbesitzer in dieser Strafsache selber als Geschädigter geführt und könne das dem Versandhändler mitteilen.

Diese Betrugsmasche sei noch relativ neu und auch noch relativ selten, erklärte die Polizei. „Wir haben da nicht täglich mitzutun, und auch nicht wöchentlich.“ Dennoch: Die Fälle nähmen zu, auch überregional. Und die Erfahrung lehre, dass Betrüger sehr kreativ beim Entwickeln neuer Betrugsmaschen seien und die dann auch sehr häufig verwendeten, wenn sie Erfolg hätten.

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