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Keine Pause nach dem Abschluss Für drei Emderinnen geht es ohne Pause direkt ins Studium


Für drei der Abiturienten vom Johannes-Althusius-Gymnasium  geht es jetzt erst einmal ins Studium.

Für drei der Abiturienten vom Johannes-Althusius-Gymnasium geht es jetzt erst einmal ins Studium.

Emden - Die Inzidenzwerte steigen wieder, und so mancher Schüler

überdenkt

seine eigentlichen Zukunftspläne. Anders sieht das bei den drei Abiturientinnen vom Johannes-Althusius-Gymnasium Elena Slink, Anneke Alberts und Elena Meyer aus Emden aus. Im Gespräch mit dieser Zeitung verraten die Emderinnen ihre Zukunftspläne.

Das Abitur ist bestanden. Wie geht es jetzt weiter ?

Slink: Am Ende ihres Studiums wird ihr Name gleich auf zwei Abschluss-Zeugnissen stehen. Eines wird die Universität zu Köln ausstellen und eines das University College London (UCL). „Ich möchte deutsches und englisches Recht studieren. Zwei Jahre bin ich in Deutschland, zwei in Groß Britannien.“ Für sie lag es förmlich auf der Hand, dass sie auch in England studiert, schließlich liegen dort ihre Wurzeln. Ihre Mutter ist Britin.

Alberts: „Jetzt wird an der Georg-August-Universität Göttingen studiert.“ Rechtswissenschaften auf Staatsexamen und zusätzlich Englisch. Schon bald müsste die Zu- oder Absage kommen. „Aber ich rechne damit, dass ich bei einem Schnitt von 1,0 genommen werde.“ Englisch ist Numerus Clausus-frei und bei Jura liegt dieser derzeit bei 3,0. Im Idealfall ist sie dann in ein paar Jahren Staatsanwältin. „Das vereinigt die interessanten Aspekte aus dem Anwaltleben mit denen der Kriminologie.“

Meyer: Die 18-Jährige wird Musik an der „Hochschule Musik, Theater und Medien“ in Hannover studieren. Als Hauptfach Geige und als Nebenfach Klavier. Eine Zusage hat sie bereits bekommen. „Schon mit vier Jahren wollte ich Musikerin werden.“ Kein Wunder bei den Genen. Mama Ursel hat eine private Musikschule in Larrelt, und Papa Karl-Ingo spielt unter anderem Klavier. Außerdem hat sie bereits acht Jahre in Groningen ein Vorstudium absolviert. Im Idealfall ist sie dann später Kammerkonzertmeisterin.

Wie verlief das Lernen in der Coronazeit ?

Slink: Trotz ihres Einser-Durchschnitts beim Abitur war das Lernen alles andere als ein „Klacks“. „Ich habe mich mit verschiedenen Hobbys bei Laune gehalten. Das war dann wie eine Art Vorfreude beim Lernen.“ Es ging ihr vor allem darum, dass sie nicht nur für die Schule lernt. Aber sie hatte stets ihr Ziel vor Augen: zu studieren, am liebsten mit Auslandsaufenthalt.

Alberts: „Corona war schon sehr belastend. Wir hatten aber größtenteils Präsenzunterricht.“ Dennoch haben viele Schlüsselerlebnisse gefehlt, wie beispielsweise Abifahrten oder der Abiball. Das Lernen von Zuhause war nicht so schwierig für die Emderin. „Für einige Fächer musste ich nicht großartig lernen, außer vielleicht für Mathe.“

Meyer: „Ich fand das gar nicht so schlimm, von Zuhause aus zu lernen.“ Viel Zeit für das Üben brauchte sie nicht, außer bei Geschichte. „Das war etwas lernintensiver.“ Zeit brauchte sie vor allem für die Musik, denn alleine für den Geigenunterricht übt sie täglich bis zu sechs Stunden.

Was hat Corona mit der jungen Generation gemacht ?

Slink: Alles in allem hat die Coronazeit sie nachdenklicher und ernster gemacht. „Man macht sich eher Gedanken in puncto Zukunft und Sicherheit.“ Man sucht ganz gezielt nach Studiengängen, die mit einem geregelten Einkommen einhergehen. „Man konnte ja auch nirgends hin, nicht großartig Freunde treffen oder so.“ Ihre Eltern möchten nur, dass sie das macht, wozu sie auch Lust hat.

Alberts: Man hat Zuhause nur Hausaufgaben gemacht. Das war schon sehr erschöpfend. Junge Menschen genießen gerne das soziale Leben miteinander, sich täglich sehen, sich auszutauschen. Das fehlte. Aber die Pandemie habe auch dafür gesorgt, dass man strukturierter und organisierter wird. „Wir sollten aber daraus unsere Lehren ziehen, einfach mehr aufeinander Acht zu geben und vieles mehr wertzuschätzen.“

Meyer: Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, wie sehr die Pandemie die Musikwelt jetzt verändert. „Bleiben die Konzertsäle jetzt dauerhaft leer, oder wie geht es weiter. Ich bin davon abhängig, denn ich brauche das Publikum.“ Denn sie sah auch schon ihre Berufswahl in Gefahr. Alles in allem hat Corona sie schon etwas nachdenklicher gestimmt.

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