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Bunker Transvaal Spurensuche mit Zeitzeugen wird ausgeweitet

Dieser Fund Ende Januar bei der Sanierung der Althusiusstraße hat das Ganze in Gang gesetzt: die freigelegte Ecke der alten Bunkerplatte vor dem Awo-Kindergarten Transvaal.

Dieser Fund Ende Januar bei der Sanierung der Althusiusstraße hat das Ganze in Gang gesetzt: die freigelegte Ecke der alten Bunkerplatte vor dem Awo-Kindergarten Transvaal.

privat

Emden - Bei der Sanierung der Althusiusstraße ist nicht nur ein Rest vom Transvaaler Bunker freigelegt worden, sondern auch ein Stück Stadtteilgeschichte. Das zieht jetzt weitere Kreise. „Es haben sich inzwischen noch so viele weitere Zeitzeugen gemeldet, dass wir zu einem öffentlichen Bunkergespräch in die Pumpstation einladen wollen“, kündigte Gemeinwesenarbeiter Oliver van Grieken vom Stadtteiltreff an. Das Ganze soll passend zur bürgerschaftlichen Aktionswoche #emdenmacht am 20. März stattfinden. Der gemeinschaftliche Austausch über die Erinnerungen ist dabei aber nur eine Facette.

Verschiedene Hinweise

Gleichzeitig erhoffen sich van Grieken und Aiko Schmidt vom Landesmuseum Aufschluss unter anderem darüber, in welchem Zeitraum genau der Bunker gesprengt und abgetragen wurde. Hier gab es, wie berichtet, zuletzt unterschiedliche Erinnerungen und Hinweise von Bewohnern und Lesern. Inzwischen hat sich laut van Grieken auch jemand gemeldet, der sich daran erinnert, dass die letzten Sprengreste des Bunkers auch Anfang der 1960er-Jahre noch nicht komplett verschwunden waren. Die geplante Geschichtstafel, die am Fundort der alten Bunkerplatte aufgestellt werden soll, wenn der Straßenabschnitt vor dem Awo-Kindergarten fertig saniert ist, soll aber ein möglichst genaues Bild vom Ablauf der Sprengung nachzeichnen. Deshalb sind van Grieken und Schmidt gespannt, welches Material zu dem Bunkergespräch möglicherweise noch mitgebracht wird.

Resonanz auf Tafel

Dass der Transvaaler Bunker – im Krieg Ort traumatischer Erlebnisse, später Tanztreffpunkt für die Jugend – ganz schön was im Stadtteil in Bewegung gesetzt hat, davon zeugt auch die Resonanz auf die Suche nach Sponsoren für die Geschichtstafel. Kaum, dass der Aufruf in der Zeitung stand, sei die Spenderliste schon voll gewesen, berichtete van Grieken begeistert. Den Druck selbst sponsort demnach nun Nils Holger Meyer (nhm-Werbung). Auch die Mitarbeiter der Emder Straßen- und Tiefbaufirma Huchtmann – sie erneuern im aktuellen Sanierungsabschnitt der Althusiusstraße gerade die Abwasserkanäle – seien klasse. „Sie haben die Ecke für die Tafel praktisch schon vorbereitet.“

Das Bunkergespräch findet am Montag, 20. März, ab 10 Uhr in der Pumpstation Transvaal statt. Eingeladen sind sowohl Zeitzeugen als auch die interessierte Öffentlichkeit. Für den Besuch ist eine Anmeldung nicht nötig. Diejenigen, die alte Fotos mitbringen wollen, bittet Gemeinwesenarbeiter Oliver van Grieken jedoch um kurze Kontaktaufnahme (Telefon 0170/5943215). „Damit wir sie vorher einscannen und dann in der Pumpstation besser präsentieren können.“

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung
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