Emden - Wenn das mal kein toller Plan ist: Auf dem Burgplatz soll bald ein großer Spielplatz entstehen! So war’s vergangene Woche in dieser Zeitung zu lesen. Erwünschter Nebeneffekt: Eine Verwandlung des eher schmuddeligen Parks in eine familienfreundliche Zone.
Beliebt bei Familien
Damit heißt es „back to the roots“, wie historische Fotos vom Burgplatz beweisen. Denn früher war der Burgplatz tatsächlich ein beliebter Treffpunkt für Familien.
Spezialität Kick-Start: Hans-Gerd Wendt auf seinem Dreirad. Bild: Album Hans-Gerd Wendt
So war es nach seiner Einweihung im Jahre 1928 bis zum 23. Juni 1942 beziehungsweise 11. Dezember 1943, als Fliegerbomben dem Park arg zusetzten.
Auf Vordermann gebracht
Nach Kriegsende wurde die Grünanlage wieder auf Vordermann gebracht und erneut zum von Familien gern genutzten Platz. Hans-Gerd Wendt war dort öfter mit seiner Oma Gesine und seiner Mutter, wie eine kleine Fotoserie aus den 1950ern belegt. Klare Sache, dass Pöks Hans-Gerd für den Fotografen besonders verwegen schaut, um in optimaler Rally-Pose abgelichtet zu werden.
Gut möglich, dass sich die Erzieherinnen aus dem damals schon existenten DRK-Kindergarten tüchtig über die Staubwolke ärgerten, die Hans-Gerd Wendts gewagte Slalom-Fahrten erzeugten.
Mehr Aufregung war dann aber auch nicht mehr auf dem Burgplatz.
Abendlicher Plausch
Wie gesagt: Ein Treffpunkt für Familien. Die Sitzgelegenheiten reichten damals bis zur Ringstraße, wo sich die Nachbarn zum abendlichen Plausch trafen. So etwa die Familien Dröge (Ringstraße) und Venekamp (Fürbringerstraße), die dort oft mit Klönschnack ihre Nachmittage verbrachten.
