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Damals in Emden Ein Grab 2528 Kilometer von Larrelt entfernt

Marten Klose
Starb in de heutigen Republik Moldau: Albert Gerspacher aus Emden.
Damals in Emden

Starb in de heutigen Republik Moldau: Albert Gerspacher aus Emden.

privat

Emden - Zum Volkstrauertag gibt es keinen „schönen“ Serienteil. Dafür ist der Anlass des Gedenktages zu traurig. Stellvertretend für die Kriegsopfer auf aller Welt wird an dieser Stelle an die Schicksale von Menschen erinnert, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen. Sie kamen aus Emden oder sind in Emden gestorben.

Albert Gerspacher kam während Hitlers Eroberungskrieg im Osten im Juli 1941 in der Nähe von Balti ums Leben. Balti ist eine Stadt in der heutigen Republik Moldau. Bis heute konnte das Grab des damals 27-Jährigen nicht vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gefunden werden. Der Name des Familienvaters ist im Gedenkbuch des Sammelfriedhofs in Chisinau verzeichnet.

Leichnam wurde umgebettet

Ein knappes Jahr später fiel der Larrelter Jürn Klaaßen nordwestlich von Teremez. 2528 Kilometer ist das kleine Örtchen bei Nowgorod von Larrelt entfernt. Der Kriegsgräberfürsorge ist es gelungen, den Leichnam des Unteroffiziers zu exhumieren und auf den Sammelfriedhof in Nowgorod umzubetten. Dort steht dem Larrelter „ewiges“ Ruherecht zu. Er liegt in Block 11, Reihe 11, Grab 432.

Auch der Brite William Beresford Weir musste fern seiner Heimat sterben. Am 9. April 1945, wenige Tage, bevor der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, starb er bei Riepe. Der 23-Jährige war Pilot einer „Hawker Tempest“ und hatte mit seinen Bordkanonen gerade einen Zug angegriffen. Dabei trafen ihn die Geschosse eines Flak-Geschützes. Sein Jagdbomber stürzte ab und riss William Weir mit in den Tod. Geboren am 1. Januar 1922 in Gravesend in der Grafschaft Kent, ruht er heute in Rheinberg in Nordrhein-Westfalen. In den Achtzigern grub man bei Riepe nach dem Flugzeugwrack und barg tatsächlich noch zahlreiche Trümmerteile.

Leben in Angst

Irgendwo bei der Ortschaft Rjabuchina bei Charkiw in der Ukraine ruhen die Gebeine des gebürtigen Emders Jan Eve Neeland. Er starb bei heftigen Kämpfen am 18. Februar 1943. Neelands Baufirma war maßgeblich an der Errichtung der Emder Bunker beteiligt. Traurig: Wo Neeland starb und deutsche Truppen damals das Land verwüsteten, leben heute wieder Menschen in Angst. Charkiw ist immer wieder im Visier der russischen Putin-Armee. Und das von einer Nation, die selbst so viel Leid erleben musste. So etwa Iwan Sergienko, der als sowjetischer Kriegsgefangener in Emden lebte und dort am 23. Oktober 1942 durch einen Herzschuss getötet wurde. Er ruht auf dem jüdischen Friedhof in Emden.

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