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Emder Jugend-Camp in der Normandie Freundschaftsband wurde noch einmal enger geknüpft

Gut gelaunte Völkerfreundschaft: Die Workcamp-Teilnehmer, ihre Gastgeber und die Emden-Delegation wurden vom Bürgermeister von St. Désir ins Rathaus eingeladen.

Gut gelaunte Völkerfreundschaft: Die Workcamp-Teilnehmer, ihre Gastgeber und die Emden-Delegation wurden vom Bürgermeister von St. Désir ins Rathaus eingeladen.

privat

Emden - Noch läuft das internationale Jugend-Workcamp der Stadt Emden im nordfranzösischen St. Désir. Doch mit der Anreise einer großen Emden-Delegation aus Rat, Verwaltung und engen Workcamp-Freunden und einem ganzen Wochenende im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft hat die Jugendbegegnung jetzt ihren festlichen Höhepunkt erlebt.

Für die Emder Reisegruppe, zu der zehn Ratsmitglieder von SPD, CDU, FDP und den Grünen gehörten, stand dabei ein volles Programm auf dem Plan: der Austausch mit den Jugendlichen, die sich über die Soldatengräberpflege in der Normandie über Frieden und Geschichte verständigen, ein Besuch des Erinnerungsmahnmals und Museums Memorial de Caen, die traditionellen Kranzniederlegungen auf dem deutschen, britischen und französischen Friedhof von St. Désir, Besichtigungen, Kulturabende und Begegnungen mit den französischen Gastgebern.

Ukrainer und Russen dabei

„Besonders war in diesem Jahr, dass neben deutschen auch ukrainische und russische Jugendliche dabei sind“, schilderte Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos), der trotz Urlaubs mit nach St. Désir gereist war, im Telefonat. Ermöglicht wurde die Teilnahme der Jugendlichen aus Archangelsk durch eine Einladung des Emder Bunkermuseums. Denn politisch liegt die Städtepartnerschaft seit dem Krieg in der Ukraine auf Eis.

Dass diese Zusammenführung aber Sinn ergibt, habe auch der Bürgermeister von St. Désir, Dany Targat, betont, berichtete der OB. Dieser habe darauf hingewiesen, dass schon die deutsch-französische Jugendbegegnung über den Gräbern gezeigt habe, wie aus Erzfeinden Freunde werden können.

Dass Sprache dabei kein Hindernis ist, bewiesen die Jugendlichen beim Normannischen Abend mit einem Theaterstück in Fantasiesprache aus der Feder von Claus Gosmann. Mit Impro-Theater gestalteten die Jugendlichen auch den Deutsch-Französischen Abend am Samstag. Bei der Lichternacht auf dem Soldatenfriedhof verlasen sie die Namen der Gefallenen. Bei den Kranzniederlegungen wirkten sie ebenfalls mit und taten in der Friedensallee (wo auch der Gedenkstein für Workcamp-Initiator Erwin Petrikewitz steht, der jetzt 80 Jahre alt geworden wäre) eigene Gedanken zu Krieg und Frieden kund.

Auch Ehrungen gab es – für Stephan Oelrichs, der das Workcamp nun seit zehn Jahren leitet. Und für die gebürtige Emderin Karin Carel, die über das Jugendlager einst ihren französischen Mann kennenlernte, heute in St. Désir Bürgermeister-Vertreterin ist. Sie begleitete in diesem Jahr ihr 40. Jugendlager.

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung
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