Emden - Die Stadt Emden kündigt eine Digitaloffensive an. Bis Ende 2025 sollen 50 Prozent der Dienstleistungen, die das Rathaus seinen Bürgern anbietet, bequem per Klick von Zuhause aus möglich sein, kündigt Stadtsprecher Eduard Dinkela an. Bürger sollen dann eine digitale Bauakte erhalten. Im Anschluss können sie ihre Bauanträge zukünftig online stellen. Auch die Website will die Stadt Emden überarbeiten, um sie bürgerfreundlicher und serviceorientierter zu gestalten.

Die Veränderungen betreffen aber nicht nur die Bürger, sondern vor allem auch das Rathaus selber. Stadtsprecher Dinkela geht soweit, in Bezug auf die Veränderungen innerhalb des rathauseigenen Personalmanagements von einem „Quantensprung“ zu sprechen. Wesentlichste Veränderung bei der Software ist, dass es nun nur noch ein Programm für das gesamte Personalmanagement gibt und das Rathaus nicht mehr verschiedene Programme für verschiedene Anwendungszwecke benötigt. Dadurch ließen sich Abläufe deutlich vereinfachen. Andere Kommunen nutzten die Human Resources (HR) Software der Personal & Informatik AG aus Wiesbaden bereits, teilte Dinkela mit, und hätten gute Erfahrungen gemacht. Schwierigkeiten bei der Umstellung seien so nicht zu erwarten.

Damit das möglich hat, hat der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss, das zweitmächtigste politische Gremium hinter dem Stadtrat, nun fast 200.000 Euro in die Hand genommen, die über die nächsten fünf Jahre nach Wiesbaden fließen sollen.

Peter Saathoff
Peter Saathoff Emder Zeitung