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Schöfeln in der Nordseehalle Eine Abstimmung auf Kufen für die Emder Eiszeit

Jörg-Volker Kahle
Wird immer beliebter: das Eistockschießen. Die EZ-Eistock-Masters sind mit ihren 54 Startplätzen übrigens schon ausgebucht.

Wird immer beliebter: das Eistockschießen. Die EZ-Eistock-Masters sind mit ihren 54 Startplätzen übrigens schon ausgebucht.

Sascha Stüber

Emden - So etwas nennt man wohl eine Eröffnung nach Maß: Der erste Tag der 5. Emder Eiszeit startete mit großer Nachfrage von Anfang an am Morgen bis in den Abend hinein: Keine Frage – Emden hat mit den Kufen abgestimmt, dass die Eiszeit ein Muss und unverzichtbar ist. „Am Nachmittag hatten wir fast 400 Kinder und Jugendliche auf dem Eis, mehr geht nicht“, untermauerte Kulturevents-Chefin Kerstin Rogge-Mönchmeyer mit Zahlen entsprechende Beobachtungen dieser Zeitung. Dabei sah es noch vor vier Wochen danach aus, als ob die Emder Schöfel- und Eisstock-Fans nach 2021 und 2022 auch 2023 auf das zwar kühle, aber durchaus erwärmende Vergnügen verzichten müssten. Doch dann verkündete Oberbürgermeister Tim Kruithoff während seines Neujahrsempfangs überraschend, dass die Eiszeit 2023 doch stattfinden kann.

Kurze Vorbereitungszeit

Das ist gerade drei Wochen her, eigentlich viel zu wenig Vorbereitungszeit. Weshalb Kruithoff anlässlich der offiziellen Eröffnung ausführlich und nachdrücklich dem gesamten Kulturevents-Team und der Schausteller-Familie Alberts dankte. Es waren eine Menge Telefonate, Emails und dergleichen nötig, um alles auf die Reihe zu kriegen. Viele Beteiligte waren nämlich im Urlaub oder kurz davor. Die Kulturevents-Chefin freute sich, dass alles doch noch geklappt hatte. Als sie gemeinsam mit Kruithoff die 5. Emder Eiszeit eröffnete, unterstützt von „Sid“, der beliebten Figur aus dem Film „Ice Age“, war vom Vorbereitungsstress nichts mehr zu spüren.

Eisbahn als Flirt-Arena

Dass alles perfekt für vier Wochen Eisvergnügen hergerichtet war, davon konnten sich die Eisfreunde schon morgens überzeugen. Ohne förmliche Eröffnung ging es gleich um 10 Uhr los. Die Nachfrage war von Anfang an groß, die Eisfläche gut gefüllt. Und es wurde nicht weniger, sondern eher mehr. Um 15 Uhr war die Fläche so voll, dass ein Laufen mit besonderen stilistischen Ansprüchen kaum möglich war. Aber das musste wohl auch nicht, denn es waren in der Mehrheit Teens und Jugendliche auf dem Eis. Bei denen geht es weniger um Rittberger oder Pirouetten, bei denen funktioniert das Eislaufen noch wie vor 40 und mehr Jahren – quasi als analoge Dating-App mit idealen Kontakt-Möglichkeiten: ein bisschen herumalbern hier, miteinander Runden drehen, mehr oder weniger versehentliche Berührungen, beim Fast-Straucheln sich auch mal an die Hand nehmen – alles war zu sehen am Samstag. Die Eisbahn als große Flirt-Arena.

„Pisten-Polizei“

Dass die jungen Eis-Galane nicht über das Ziel hinausschießen, darauf achtet die „Pisten-Polizei“: Mindestens zwei Mitglieder des Eiszeit-Teams sind ständig auf dem Eis, achten auf das Geschehen und greifen notfalls ein. Am Eröffnungstag war das nur wenig notwendig. Ab dem Nachmittag kam auch das Eisstockschießen in Gang, die Bahnen waren seitdem konsequent belegt. Nach Kenntnis der Eiszeit-Chefin sind alle 54 Startplätze für die EZ-Eisstock-Masters bereits ausgebucht. Am Abend zeigte sich, dass die Emder nicht nur das Eis an sich vermisst haben, sondern auch das Drumherum: Die Emder Band Accuracy hatte nach der offiziellen Eröffnung die ersten drei Titel gespielt, da zuckten schon jede Menge Beine, Hüften und Schultern im Takt. Live-Musik an den Donnerstagabenden gehört auch beim 5. Mal zum festen „Eiszeit“-Rahmenprogramm.

Ja, die 5. Emder Eiszeit hat eine fulminante Eröffnung gefeiert am Sonnabend. Wenn es so weitergeht, dann liegen vier erlebnisreiche Wochen vor den Emder Eiszeit-Freunden.

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