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NWZonline.de Region Emden

Seehund-Zähler gehen in die Luft

08.06.2019

Emden /Harlesiel Die ersten jungen Seehunde sind schon auf den Sandbänken zu entdecken. Mit großen, neugierigen Knopfaugen beobachten sie alles um sich herum – Zeit für den Start der diesjährigen Seehundzählflüge: Los geht es am Dienstag, 11. Juni 2019. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) hat fünf Termine mit insgesamt 15 Flügen vor der niedersächsischen Küste organisiert. Die weiteren Termine: 25. Juni, 27. Juni und 8. August.

Der letzte Flug ist für Donnerstag, 22. August, geplant. Die Seehundzählungen finden im Rahmen des internationalen Seehundschutzabkommens zeitgleich in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Dänemark und den Niederlanden statt.

Für die Zählflüge wird das niedersächsische Küstengebiet in drei etwa gleich große Abschnitte unterteilt. Drei Kleinflugzeuge starten gleichzeitig. Es geht bei Niedrigwasser ab Emden, Harlesiel und Nordholz los. Diese Zeit ist wichtig für die Zählung, denn bei Niedrigwasser sammeln sich viele Seehunde auf den Sandbänken. Sie kümmern sich um ihren Nachwuchs, wechseln ihr Fell und sonnen sich.

Auch in diesem Jahr haben sich niedersächsische Jäger bereit erklärt, die Zählung ehrenamtlich zu übernehmen, erläuterte das Laves. Eine Aufgabe, die die erfahrenen Zähler teilweise bereits seit Jahrzehnten ausüben. Auch Wissenschaftler des Laves verschaffen sich erste Eindrücke über den Gesamtzustand dieser Meeresbewohner aus der Luft.

Der Seehundbestand hat sich in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau stabilisiert: Knapp 10 000 Seehunde wurden 2018 erfasst (9918 Tiere). 2017 waren es 9946 Seehunde. Auch der Nachwuchs blieb 2018 mit 2.158 Jungtieren etwa auf Vorjahresniveau: 2017 waren es 2212.

Rückblick: Eine Grippeviruserkrankung im Winter 2014 konnte dem Bestand nicht ernsthaft etwas anhaben. Das Grippevirus (H10N7) wurde bei Seehunden in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Dänemark und Schweden nachgewiesen.

Nach Schätzungen sind in Schleswig-Holstein etwa 2100 und in Niedersachsen ca. 320 Seehunde verendet. Die Anzahl der toten Tiere war weitaus geringer als bei dem durch das Staupevirus ausgelösten Seehundsterben 1988 und 2002. Dadurch reduzierte sich 2002 der Bestand dramatisch – 3851 Seehunde wurden an der niedersächsischen Küste tot aufgefunden. Das war mehr als die Hälfte des Bestandes von rund 6500 Tieren.

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