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NWZonline.de Region Emden

Innenstadt Emden: Diskussion über Feuerwehr-Standort abgewürgt

01.07.2022

Emden Die hauptberufliche Wachbereitschaft der Emder Feuerwehr wird wohl noch eine ganze Weile an Ort und Stelle bleiben. Einen Antrag der CDU, über anderweitige Nutzung des vermeintlichen Filetgrundstückes zwischen Falderndelft und Brückstraße auch nur zu diskutieren, scheiterte am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss mit fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Auch die Verwaltung hatte zuvor eine ablehnende Meinung zu diesen Überlegungen, wie berichtet, formuliert. Unter anderem wurde auf die strategisch günstige Lage für die Rettungseinheit verwiesen.

Vor der Abstimmung am Mittwoch ist es allerdings zu einer heftigen Diskussion gekommen. CDU-Fraktionsvorsitzender Gerold Verlee hatte den Antrag seiner Partei nochmals erläutert und betont, dass ihm lediglich daran gelegen sei, eine Diskussion anzuschieben. Man wolle möglichst in dem Herbst-Workshop von der Verwaltung erfahren, was auf diesem Gelände in diesem zentralen Gebiet machbar sei.

Keine Altlasten?

Er zweifelte an, dass der Standort auf langer Sicht, etwa wenn doch eine Batteriefabrik in Emden errichtet werde, der beste für die Feuerwehr sei. Darüber hinaus habe Verlee nach Gesprächen mit einem Bauunternehmer erfahren, dass das Gelände gar nicht derart mit Altlasten belastet sei, wie es verbreitet werde. „Das ist auch eine Lüge des alten Stadtbaurates“, sagte Verlee.

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Gegenwind bekam Verlee vom GfE-Fraktionschef Jochen Eichhorn, der ihm riet, an dieser Stelle „den Ball flachzuhalten“. Er verwies auf die frühere Spiegelfabrik auf dem nun „hochtoxischen“ Gelände. Das Risiko, die Fläche anzufassen, sei erheblich. In dem Moment, in dem man anfange dort zu buddeln, könnte es gefährlich und sehr teuer werden. Während er nicht daran glaubt, dass sich dafür ein Bauunternehmer hergibt, verlangte FDP-Fraktionsvorsitzender Erich Bolinius die Namensnennung eines solchen Unternehmers. Den Namen blieb Verlee aber zumindest öffentlich schuldig.

Vorarbeit nötig

SPD-Ratsherr Harald Hemken verwies darüber hinaus auf andere „Mammutprojekte“ wie das Ültje-Gelände, das bereits jetzt sehr viel Aufwand für alle Beteiligten bedeute. Seit Monaten sei man jeden Montagabend deshalb in Beratung. Einer weiteren Baustelle auch nur für eine Diskussion dazu erteilte er deshalb eine Absage, weil auch dafür erheblich Vorarbeit nötig sei. „Das bindet doch noch mehr Kraft!“

Zukunftsperspektive

Im Anschluss an die Sitzung betonte Verlee gegenüber unserer Redaktion, dennoch an seinem Vorstoß festhalten zu wollen. Es gehe ihm um eine notwendige perspektivische Einordnung dieses Areals samt Telekom-Gebäudes, um reagieren zu können. Auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt beispielsweise durch das Baugebiet in Conrebbersweg wachse und die Auricher Straße als Standort für die Feuerwehr wieder in Frage käme. „Aber mit meinem Antrag hat sich keine der anderen Fraktionen auseinandergesetzt.“

Stephanie Schuurman Redakteurin / Emder Zeitung
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