Emden - Noch ist auf dem Areal nur Gestrüpp und ein Verbotsschild des Oberbürgermeisters zu sehen. In absehbarer Zeit aber soll auf dem „Buschplatz“, dem ehemaligen Bauhof der Stadt am Autobahnzubringer Emden-Ost, ein neues, rund 1,6 Hektar großes Gewerbegebiet entstehen. Und es gibt dafür wohl auch schon mehrere Interessenten, wie der zuständige Fachbereichsleiter Rainer Kinzel am Dienstag den Mitgliedern des Ratsausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz mitteilen konnte.
Namen wollte er aus Rücksicht auf die Unternehmen aber noch nicht nennen, zumal auch die Formalien noch nicht abgeschlossen sind. Nach Informationen dieser Redaktion will dort unter anderem die Emder Traditionsfirma Thiele & Freese (Thiele-Tee) ein neues Lager errichten. Der Ausschuss machte jetzt den Weg frei für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans.
Verkehrsgünstig gelegen
„Wir haben bereits Anfragen für das künftige Gewerbegebiet“, so Kinzel. Dabei handle es sich um zwei Emder Firmen, die sich gerne verkehrsgünstig zwischen Autobahnauffahrt, Eisenbahn und Tierheim ansiedeln möchten.
„Die stehen praktisch in den Startlöchern“, so Kinzel. Das gesamte Gebiet, das früher vom Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden (BEE) genutzt worden war, ist nach Angaben von Kinzel drei Hektar groß. Die Hälfte davon soll für das Gewerbegebiet, der Rest als grüne Ausgleichsflächen genutzt werden. Die Rede ist derzeit sogar von ausreichend Platz für einen dritten Betrieb. In einer früheren Sitzung des Rates hatte die Stadtplanung angekündigt, ausreichend Platz für eine mögliche Erweiterung des Tierheims zu lassen. Davon war in der Sitzung am Dienstag nicht mehr die Rede.
Bislang eher versteckt
Die Stadt hatte sich zuletzt auf die Suche nach potenziellen neuen Gewerbegebieten im Stadtgebiet gemacht und war unter anderem auch auf den Buschplatz gestoßen. Dieser liegt bislang eher versteckt am Rande der B 210 und wird eigentlich erst sichtbar, wenn man das Tierheim besucht. Das soll sich aber ändern. Die bislang etwas verschwenkte Straße zum Tierheim, für die die Bezeichnung Straße etwas hochgegriffen klingt, soll mittelfristig einer geraden Straße weichen, die den Zugang zum künftigen Gewerbe ermöglicht.
Nach Einschätzung der Stadtplaner ist das Gebiet auch für nichts anderes zu gebrauchen als für Gewerbetreibende. Eine Wohnbebauung ist wegen der Verkehrslage und dem damit verbundenen Lärm nicht denkbar. „Wir sind froh, dass wir solche Flächen überhaupt noch haben“, sagte FDP-Ratsherr Erich Bolinius. Wie alle anderen Ausschussmitglieder stimmte auch er dem nächsten Schritt zur Entwicklung des neuen Gewerbegebietes zu.
