Emden - Noch vor einigen Tagen hätten Besucher der Brückstraße einen trostlosen Eindruck bekommen können. Doch am Montagvormittag zeigte sich eine deutliche Veränderung: Im ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus der Familie Höfer, wo bis Ende 2020 noch das gleichnamige Ledergeschäft beheimatet war, wurden im Erdgeschoss neue Türen installiert – und damit zugleich eine optische Verbesserung geschaffen. Denn zuletzt waren die Fenster provisorisch verklebt, das ehemalige Rolltor zur Hälfte heruntergelassen und mit allerlei Material der Zugang verbarrikadiert. Doch das ist nun erst einmal vorbei – und Eigentümer und Investor Van Tuyen Pham aus Emden hofft sogar, bis zum Sommer das Bauprojekt abschließen zu können.
Zunächst Ladengeschäft
Immerhin sind bereits in den oberen Stockwerken die einstigen Wohnbereiche der Familie Höfer dahingehend saniert worden, dass drei Ferienwohnungen entstanden sind. Genutzt werden können diese aktuell aber noch nicht. „Wir warten noch auf die Genehmigung vom Bauamt und auf den Gewerbeschein“, sagte Pham im Gespräch mit der Redaktion. Außerdem fehlen noch Arbeiten an der Elektrik. Und einen Heizungsbauer hat der Emder bislang auch noch nicht für sein Projekt gefunden. „Die Handwerker haben einfach zu viel zu tun“, so Pham.
Von seiner Ursprungsidee, im Erdgeschoss ein Restaurant einzurichten, ist der Investor, der das Gebäude Ende 2021 von der Familie Höfer gekauft hatte, übrigens bislang nicht abgerückt. Allerdings stehen die Pläne dafür erst einmal hinten an. „Ich möchte die Räume so schnell wie möglich vermieten, denn ich brauche die Einnahmen“, sagte er. Deshalb soll zunächst ein Ladengeschäft geschaffen werden. Die Arbeiten dafür sollen demnächst ebenfalls starten. Derweil hofft Pham einen Partner zu finden, der gemeinsam mit ihm die Idee für ein Restaurant in der Brückstraße umsetzt – wenn es entsprechende Genehmigungen zulassen.
Statt Piqué etwas Neues
Doch nicht nur hinter der Fassade von Hausnummer 18 tut sich etwas. Auch auf der gegenüberliegenden Seite soll sich laut Gerhard Teerling von der Werbegemeinschaft Rathaus-Karree schon in Kürze ein Leerstand wieder erledigt haben.
Dort, in der Nummer 15, waren bis vor einigen Wochen noch nachhaltige Mode, Dekoartikel und Accessoires von Sabine Kreutz in ihrem Laden Piqué verkauft worden. Den gibt es inzwischen nicht mehr. Wie Teerling sagte, stehe aber ein Nachmieter schon in den Startlöchern. Welches Angebot dort künftig zu finden sein wird, dazu konnte er aktuell keine Aussage treffen. „Die neuen Mieter wollen aber relativ kurzfristig einziehen“, so Teerling.
Was nach dem Auszug des Hollandstores – dieser war zuletzt in der Brückstraße 19 zu finden, der Verkauf habe sich aber nicht gelohnt, wie Jürgen Manning bei Facebook schreibt – passiert, ist ebenfalls unklar.
Dafür freut sich Teerling mit der Pizzeria Napoli, Hinter der Halle 6, einen weiteren Gastronomen in den Reihen des Rathaus-Karrees begrüßen zu können. „Wir haben so gut wie keine Leerstände“, betont der Einzelhändler und freut sich dabei auch über die neuesten Entwicklungen in der Brückstraße. „Uns war es wichtig, dass das Äußere aufgehübscht wird“, sagte er mit Blick auf das ehemalige Leder-Höfer-Geschäft. Dafür ist nun ein erster Schritt getan.
