Emden - Startschuss für die Emder Museumsnacht ist zwar offiziell erst am Samstagabend. Doch schon jetzt kann man in den Schaufenstern des Rathaus Karrees rund um die Fußgängerzone in der Brückstraße ein museales Vorprogramm bestaunen. Gezeigt werden interessante Beispiele aus der Geschichte der Mobilität auf zwei Rädern – oder kurz: Fahrräder aus mehr als zwei Jahrhunderten.
Besondere Zweiräder
Insgesamt rund 20 besondere Zweiräder und weitere Exponate aus seinem Ostfriesischen Zweiradmuseums hat Sammler Dinus Voß für die Aktion zur Verfügung gestellt. Von 10 bis 20 Uhr kann man sich diese genauer anschauen. Einige besonders wertvolle Stücke sind extra in einer Vitrine im Foyer des Ostfriesischen Landesmuseums untergebracht.
Musikalische Begleitung
„Dinus Voß selbst wird demonstrieren, wie auf einem Hochrad im beginnenden 20. Jahrhundert Wege zurückgelegt wurden“, kündigte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Rathaus Karree, Gerhard Teerling, an. Dafür schlüpft Voß auch in die passende historische Kleidung. „Und damit wird er bestimmt nicht allein sein“, ist sich Geschäftsinhaber Teerling („Mode im Karree“) sicher.
Die passenden Gegenmittel gegen Hunger und Durst haben der „Goldene Adler“ und der Verein Allgemeine Soziale Hilfe Emden parat. Gegen 19 Uhr übernimmt die Formation Jazz Selection die musikalische Unterhaltung für den weiteren Abend, engagiert von der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer seit 1820.
Zur historischen Fahrrad-Schau tritt am Samstag, 12. August, auf Einladung der Werbegemeinschaft Rathaus Karree auch der aus der Oldenburger Fußgängerzone bekannte Straßenkünstler Paule Witzig (alias Dieter Visser) auf. Der gebürtige Emder Jung spielt Schifferklavier und Banjo, Trompete und Gitarre, Mundharmonika und Mandoline – und ist seit langer Zeit mal wieder in seiner Heimatstadt zu erleben. Der Emder Künstler und Ratsherr Johannes „Urmel“ Meyering half mit dem entsprechenden Kontakt. Mit einem neuen Flamenco-Programm will Paule Witzig nicht nur die Kinder begeistern.
Eine Kurzführung durch die Sonderausstellung „Melanie Schulte – Schiff, Unglück, Mythos“ des Ostfriesischen Landesmuseums bieten um 20 Uhr ehemalige Werftarbeiter an. Unter dem Titel „Wer hatte, nahm Watte“ berichten Erwin Adelmund, Albert Dirks, Ludwig Focken und Bernhard Meyer von der Geschichtswerkstatt der IGM-Senioren aus dem Arbeitsleben auf den Emder Nordseewerken in den 1950er bis 80er Jahren.
