Emden - Eine neue Photovoltaikanlage (PV-Anlage) am Johannes-Althusius-Gymnasium (JAG) soll künftig 28 Prozent des Strombedarfs der Schule decken.
Auf Grundlagen von Berechnung wird bei der PV-Anlage eine Stromerzeugung von jährlich 97.000 Kilowattstunden (KWh) erwartete. Davon sollen etwa 62 Prozent direkt in der Schule verbraucht werden. Der übrige Strom, der vor allem an Wochenenden oder in den ertragreichen Sommerferien entsteht, wird in das Übertragungsnetz eingespeist. Der Klimarat der Schülerinnen und Schülern war mit der Forderung nach Solarzellen an Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) herangetreten. Die Installation der 99,6 kWp starken PV-Anlage wurde durch das Gebäudemanagement Emden (GME) zusammen mit den Stadtwerken Emden durchgeführt. Am Mittwoch präsentierte Schulleiter Oliver Damm zusammen mit den beteiligten Akteuren die Inbetriebnahme.
Investition in die Zukunft
„Wir freuen uns, dass die Montage nach etwa einem halben Jahr abgeschlossen ist“, sagte Christoph Runden, Klimaschutzmanager des GME, anlässlich der Inbetriebnahme. „Diese Anlage ist eine Investition in die Zukunft, mit der die Stadt Energiekosten sparen kann.“ Planmäßig soll die PV-Anlage für 30 Jahre auf dem Dach des JAG bleiben. Der Stromverbrauch des JAG ist besonders hoch, da die dortige Großküche auch die Mensen der übrigen Emder Schulen übernimmt. Die erneuerbaren Energien der PV-Anlage sollen jährlich etwa 35 Tonnen CO2 an der Schule einsparen, die Einspeisung in das allgemeine Stromnetz soll weiter 20 Tonnen der Treibhausgase einsparen. Damit soll die Schule zum Erreichen der Klimaschutzziele der Stadt Emden beitragen. Als UNESCO-Projektschule beteiligte sich das JAG an verschiedenen Projekten zum Klimaschutz und ist seit zwei Jahren als klimaneutral zertifiziert. Teil der UNESCO-Beteiligung sind der Klimarat und das Klimaparlament, in denen alle Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit haben, Ideen und Umsetzungen zur Erreichung einer klimaneutralen Schule einzubringen.
Wichtig für Schüler
Oberbürgermeister Kruithoff würdigte das Engagement der Schülerschaft, die eine treibende Kraft für Klimaschutz seien. Auch Albert Alberts-Tammena, als Lehrer Beauftragter für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), betonte den Erfolg: „Der Prozess der Initiierung, Planung und Umsetzung war eine wichtige Erfahrung für die Schülerinnen und Schülern des Klimarates und des Klimaparlaments unserer Schule.“ Aufgrund von Abitur Vorbereitungen und eines gleichzeitig stattfindenden UNESCO-Projekts in Osnabrück, waren die beteiligten Schülerinnen und Schüler nicht bei der Verkündung der Inbetriebnahme vor Ort, stattdessen eine Delegation neu gewählter Mitglieder des Klimarats.
