„Stadt Emden zahlt Ratsfahrt mit neuer Fähre nach Norwegen“ (EZ vom 22. Juni)

Ich bin immer wieder erstaunt über das, was ich in Ihrer Zeitung über die „Romantika“ lese. Das fing schon bei der ersten Ankunft des Schiffes an. Ihre Zeitung berichtete damals, das für 14.30 Uhr angekündigte Schiff sei „zu früh“ in Emden angekommen. Im Fahrplan stand 10 Uhr. Ich habe das Einlaufen des Schiffes damals beobachtet und musste feststellen, dass das Schiff erst um 10.30 Uhr anlegte, also zu spät.

Völlig unzutreffend ist in Ihrer heutigen Überschrift die Bezeichnung der „Romantika“ als „Neue Fähre“. Das Schiff ist über 20 Jahre alt. Aber in Emden ist ja bekanntlich auch eine Kirche aus dem Jahr 1648 noch „neu“.

Wenn die Ratsmitglieder nach Kristiansand fahren, haben sie dort übrigens keineswegs sieben Stunden Aufenthalt. Das Schiff legt nämlich laut Fahrplan erst um 10.45 Uhr an, und der Check-in für die Rückfahrt endet um 16.00 Uhr. Da bleiben nur fünf Stunden Aufenthalt.

Aber wenn der Rat schon bis Kristiansand fährt, warum dann nicht auch noch das letzte Stück in unsere Partnerstadt Haugesund? Es gibt übrigens täglich ein Schiff von Kristiansand nach Bergen, das an Haugesund zumindest vorbeifährt. Vielleicht würde die Reederei ja für 40 zusätzliche Fahrgäste mal eine Ausnahme machen und einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Und wenn nicht, ist Haugesund auch auf dem Landweg erreichbar. Da könnte der Rat gleich einmal gut organisierten und gut funktionierenden Öffentlichen Personenverkehr erleben, etwas, was wir in Ostfriesland so gar nicht kennen.

(Anmerkung der Redaktion: Die Bezeichnung „neue Fähre“ im Artikel bezieht sich nicht auf das Baujahr des Schiffes. Gemeint ist natürlich, dass die Fährverbindung neu ist – für Emden.)

Elmar Werner Emden