Emden - Das Wetter hätte besser sein können – trotzdem war Stimmung an Bord: Das Emder Feuerschiff Amrumbank/Deutsche Bucht ist erstmals seit 2018 wieder vom Delft aus auf Gästefahrt gegangen. Gerade erst ausgestattet mit allen neuen Sicherheitszeugnissen, ging es am Wochenende gleich zweimal auf Fahrt. Die Fahrt am Samstag war komplett ausgebucht, für Sonntag hatte der Feuerschiff-Verein nur noch einige wenige Plätze frei. Maximal 120 Leute pro Fahrt konnten dabei sein.
Und die wurde für die Gäste an Bord fast schon zum Kreuzfahrt-Erlebnis, wie Mitfahrer der Samstagsfahrt berichteten. Bevor das Emder Museumsschiff allerdings aus eigener Kraft Richtung Nordsee steuerte, mussten die niederländischen Schlepper die rote Lady im engen Delft erst einmal an die Leine nehmen.
Schlepper und Schleuse
Rückwärts ging es aus dem Nadelöhr in den geräumigeren Alten Binnenhafen, nach einem kleinen Schlepper-Drehballett dann durch die Klappbrücke. Auch die Fahrt durch die Seeschleuse geriet zu einem kleinen Spektakel, denn das Feuerschiff teilte sich die Schleusenkammer nicht nur mit mehreren Segel- und Sportbooten, sondern auch mit einem großen Binnenschiff.
Mit niederländischer Schlepperhilfe: Das Emder Feuerschiff Amrumbank/Deutsche Bucht startete am Samstag vom Delft aus zu seiner ersten Gästefahrt nach langer Pause.
Sebastian Gerdes
Drehen im Alten Binnenhafen.
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Zwischen Schleppern, Segel- und Sportbooten und einem großen Binnenschiff: das Feuerschiff In der Großen Seeschleuse.
Sebastian Gerdes
Vorbei an Emskai und Westmole auf die Außenems Richtung Borkum.
PowerLine MediaDie zahlenden Gäste genossen die Tagesreise. Das Feuerschiff-Restaurant tat mit Getränken sowie mit Brötchen zum Frühstück, Pommes, Fischstäbchen, Hähnchen-Curry zum Mittag und Altdeutschem Apfelkuchen zum Kaffee sein Bestes für die Versorgung der „Seefahrer“.
Bei der Rückkehr nachmittags am Middelmantje half ein Schlepper von Wessels beim Anlegen. An Land standen schon zwei Reiters-Busse bereit, um die Gäste wieder in die Innenstadt zu bringen. Dort fiel noch einmal die große Lücke im Delft ins Auge, die das Feuerschiff hinterlassen hatte. Diese sollte aber nach der zweiten Gästefahrt, die am Sonntagmorgen vom Middelmantje aus startete, spätestens am Sonntagabend wieder geschlossen sein. Dann wieder mit Hilfe der Schlepper aus Delfzijl.
