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Beliebte Verbindung zum VW-Werk Radweg-Sanierung am Frisia-Schloot verzögert sich

Stephanie Schuurman
Von Bäumen freigeräumt, aber längst noch nicht wieder freigegeben: Der Radweg am Frisia-Schloot.

Von Bäumen freigeräumt, aber längst noch nicht wieder freigegeben: Der Radweg am Frisia-Schloot.

Stephanie Schuurman

Emden - Der Weg sieht schon aufgeräumt aus, doch bis die gesperrte Verbindung entlang des Frisia-Schloots zum Volkswagen-Werk wieder freigegeben werden kann, müssen sich die Nutzer noch in Geduld üben. Es fehlt noch der nötige Untergrund mit einer Asphaltdecke, um komfortabel mit dem Rad vom 4. Polderweg bis zur Niedersachsenstraße zu gelangen. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. „Bis zum Sommer passiert an der Stelle nichts mehr“, sagte BEE-Leiter Nils Andersson auf Nachfrage dieser Zeitung. Grund: Der für den Radweg passende Fördertopf ist noch geschlossen.

Die Sturmschäden

Bei den drei Frühjahrsstürmen „Ylenia“, „Zeynap“ und „Antonia“ waren Anfang 2022 insgesamt elf Pappeln auf dem Radweg zwischen dem 4. Polderweg und Niedersachsenstraße abgeknickt. 19 weitere wurden erheblich beschädigt.

Weitere 23 Pappeln galten nach Entnahme der betroffenen Bäume aufgrund der veränderten Windlast als nicht mehr standsicher, so dass letztlich 53 Pappeln entfernt werden mussten.

Die Kosten für die Abholzaktion waren auf 93.000 Euro beziffert worden.

Hinzu kommen die Kosten für den neuen Radweg und die Ausgleichspflanzung. Für 53 Pappeln sollen in diesem Herbst 53 Winterlinden gepflanzt werden. Die vier bis fünf Meter hohen Bäume kosten pro Stück um die 1300 Euro.

Aus für 53 Pappeln

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten drei Winterstürme auf dem beliebten Radweg eine einzige Spur der Zerstörung hinterlassen. 30 Pappeln waren umgestürzt oder umgeknickt. Darüber hinaus waren einige Walnussbäume in Mitleidenschaft geraten. Nach langem Hin- und Her mit der Politik stand am Ende fest, dass alle 53 Pappeln gefällt und gegen langlebigere Winterlinden ausgetauscht werden sollen. Der Weg sollte bestenfalls in diesem Frühjahr wieder passierbar sein.

Alles vorbereitet

Die Fäll- und Aufräumarbeiten sind auch inzwischen abgeschlossen. Mit schwerem Gerät musste der Kollateralschaden beseitigt werden, anschließend war vom geschotterten Radweg nicht mehr viel übrig. Vorbereitend für die weitere Ausführung wurde der Weg mit Erde verfüllt. Die zuvor geschätzten Kosten von 93.000 Euro für all diese Arbeiten waren dabei auskömmlich, wie Andersson sagte. Jetzt fehlt allerdings noch die Finanzierung für den weiteren Ausbau des Radweges bis zur Niedersachsenstraße, der wie das erste Stück von der Larrelter Straße bis zum 4. Polderweg hergerichtet werden soll. Dafür werden nochmals rund 100.000 Euro anfallen. Und davon könnte die Hälfte bis sogar 75 Prozent gefördert werden, so die Hoffnung.

Antrag in der Schublade

Die Hausaufgaben für diesen Antrag haben die Verantwortlichen beim BEE schon einmal erledigt. „Wir können den Förderantrag hochladen, sobald das Portal freigeschaltet wird“, sagte BEE-Abteilungsleiter Wolfgang Fecht. Sollte sich das Land damit allerdings zu lange Zeit lassen, müsse man sich möglicherweise umorientieren, so Andersson. „Wir müssen gucken, wenn’s zu lange dauert. Dann könnte auch die Entscheidung getroffen werden, ohne Fördermittel loszulegen.“ Denn abgesehen von der Antragsbearbeitung verstreicht auch wieder Zeit für die Ausschreibung und Vergabe der Radwege-Arbeiten. Sichtbares passiert somit tatsächlich bis zum Sommer nichts.

Auf eigene Gefahr

Dass der Radweg gefragt ist, zeigen nach wie vor Spuren auf der aufgeschütteten Erde. Offensichtlich haben sich schon einige Radfahrer ihre Schnellstrecke wiedererobert. Die Absperrung ist beiseitegeschoben, Reifenabdrücke zeugen offensichtlich davon, dass sich einige durch den frisch aufgeworfenen Mutterboden strampeln. Auf Asphalt wird das sicher leichter, auch ungefährlicher. „Wer dort jetzt schon lang fährt, macht das auf eigene Gefahr“, warnte Andersson.

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