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NWZonline.de Region Emden

Schiffbauflaute in Emden: Die Pleite der Fosen-Werft ist endgültig besiegelt

01.09.2022 09:03

Emden Das zähe Ringen um den Standort Emden und die damit verbundenen Hoffnungen, wieder Schiffe auf dem Gelände der ehemaligen Nordseewerke zu bauen, sind beendet. Die Fosen Yard Emden GmbH muss ihren Geschäftsbetrieb Anfang September 2022 einstellen. Es konnte kein Investor für die Schiffswerft aus Emden gefunden werden.

Keinen Investor gefunden

Die Gesellschaft stellte im Juni dieses Jahres einen Insolvenzantrag. Grund waren unter anderem verzögerte Aufträge für den Bau mehrerer Schiffe. Das Amtsgericht ordnete daraufhin die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Dr. Christian Kaufmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter (wir berichteten). Er führte den Geschäftsbetrieb fort und startete zusammen mit dem Sanierungsteam den strukturierten Investorenprozess. „Die Verantwortlichen sprachen mit mehreren potenziellen Interessenten. Schlussendlich konnte jedoch kein Investor für das Unternehmen gefunden werden.

Noch viele Fragen offen

Eine Fortführung des Geschäftsbetriebes ist ohne Investor jedoch nicht möglich. Der Betrieb muss daher leider stillgelegt werden“, heißt es in der Mitteilung der PLUTA.

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Die verbliebene Investorengruppe, mit der bis zuletzt intensiv gesprochen wurde, brauche mehr Zeit zur Prüfung und Evaluierung des Erwerbs des Grundstücks. Zudem sind noch Fragen ungeklärt und die Verhandlungen zum Erwerb mit dem jetzigen Eigentümer sind noch nicht abgeschlossen. Daher kam eine Übernahme, inklusive der Belegschaft der Werft, zum jetzigen Zeitpunkt nicht zustande. Zur Abgabe einer Verlustübernahmeerklärung sah sich der Investor nicht in der Lage, teilte PLUTA weiter mit.

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Die noch rund 75 Mitarbeiter – auf den Nordseewerken waren es zuletzt noch über 1000 – werden im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung vom Insolvenzverwalter Kaufmann und dem Interims-Geschäftsleiter Detlev Bremer über den aktuellen Stand informiert werden. Ihnen wird gekündigt werden, sobald der Interessenausgleich und der Sozialplan aufgrund der Betriebsstilllegung mit dem Betriebsrat abschließend verhandelt worden sind.

„In den vergangenen Wochen haben wir mit verschiedenen Interessenten gesprochen, darüber hinaus mit zahlreichen Kunden, die Schiffe in Emden bauen lassen wollten. Zuletzt haben wir mit einem Investor noch intensive Gespräche geführt. Letztlich hat dieser jedoch vor dem Hintergrund, dass es noch zahlreiche ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Erwerb des Werftgeländes gibt und vor dem Hintergrund der zu erwartenden Verluste des Investments in den ersten Jahren von einem Einstieg Abstand genommen“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Kaufmann.

Insolvenzverfahren

Die Entwicklung in Emden sei vor allem „für die motivierten Mitarbeiter“ sehr bedauerlich. Aber Fachkräfte sind in der Region gefragt, ist Kaufmann überzeugt. Man hoffe, dass die Mitarbeiter schnell eine neue Arbeit finden. Am 1. September wird das Amtsgericht Aurich das Insolvenzverfahren voraussichtlich eröffnen. 

-> Emden, Seite 3

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Ute Lipperheide Redakteurin / Emder Zeitung
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