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Freizeitanlage in Emden Vorboten für Badespaß im Freibad Borssum

Ist die Folie dicht? Hat der leichte Frost Schäden verursacht? Das wird gerade im Lernschwimmbecken im Probebetrieb untersucht.

Ist die Folie dicht? Hat der leichte Frost Schäden verursacht? Das wird gerade im Lernschwimmbecken im Probebetrieb untersucht.

Ute Lipperheide

Emden - Das Wasser ist drin, der sogenannte Probebetrieb hat begonnen. Das kleine Lernschwimmbecken im Borssumer Freibad ist mit hellblauer Folie ausgelegt und nun muss sich zeigen, ob die Folie, und was sonst noch dichthalten muss, dies auch tut.

Wasser steht im Becken, etwas grünlich, doch dies ist zu dieser Jahreszeit nicht außergewöhnlich. So wie es aussieht und wie es Theda Eilers von der städtischen Pressestelle noch einmal betont, läuft alles nach Plan und einer Eröffnung des Freibades Mitte Mai 2024 stünde nichts mehr im Weg.

Rustikale Anlage

Wenn es erst einmal so weit ist, dann können vermutlich die Steine gehört werden, die den Verantwortlichen vom Herzen direkt in die Schwimmbecken fallen. Noch sieht es ziemlich rustikal im Bad aus. In der Mitte des großen Beckens liegen Folienrollen auf Paletten. Sie sind noch nicht verklebt worden. Rund um die Sprunggrube am Fünf-Meter-Turm ist sauber betoniert worden, doch auch hier fehlt die Folie. Da wird es noch etwas dauern, bis der Probebetrieb auf Dichtigkeit stattfinden kann. Setzt jetzt Frost ein, ist es sowieso besser, wenn noch kein Wasser im Becken ist. Ob die Verklebung der hellblauen Folie im kleinen Becken möglicherweise durch die wenigen Frosttage gelitten hat, das muss sich jetzt erst noch zeigen.

Innen in den Umkleide- und Technikräumen wird gewerkelt. Dort hängen Strippen von den Decken und warten auf die Endmontage durch die Elektriker. Überall wird hantiert. Doch nicht nur die „Strippenzieher“ haben noch viel zu tun. Die Außenanlagen sind teilweise gepflastert – aber eben nur teilweise. An anderer Stelle liegen noch Erdhaufen und Schuttreste. Auch hier muss noch Hand angelegt werden, genauso wie an den Beckenrändern. Der schlammige und aufgeweichte Boden lässt jedoch längst nicht die Arbeiten zu, die dort jetzt anstehen. Doch kleine Winterpausen sind bereits in die Bauplanung eingerechnet worden.

Das Freibad

Seit 2017 ist das in den 1970er-Jahren gebaute Freibad Borssum wegen des schlechten baulichen Zustands geschlossen. 2018 sollte eigentlich im Februar die Sanierung starten, doch es gab Aussicht auf eine 45-prozentige Bundesförderung. Deshalb wurde abgewartet und der Rat beschloss, das Bad umfangreicher sanieren zu lassen. Kostenpunkt: zwei Millionen Euro. 2019 gab der Bund seine Förderung des Projekts mit 938 000 Euro bekannt.

Ein Jahr später, 2020, wurde deutlich, dass eine Sanierung für zwei Millionen Euro nicht möglich sei. Der Rat wollte nur bei einer weiteren Förderung mit dem Projekt fortfahren. Im März 2021 erhöhte der Bund seine Förderung um rund eine halbe Million, womit die Fördersumme auf 1,44 Millionen Euro stieg.

Anfang 2022 begannen die ersten Bauarbeiten. Doch immer wieder gab es Schwierigkeiten und Bauverzögerungen. Auch der Eröffnungstermin für Mai 2023 konnte nicht gehalten werden. Die Kosten wurden nun mit rund vier Millionen Euro beziffert. Der Rat beschloss, weitere Gelder für das Freibad zu genehmigen.

Seit September dieses Jahres wird auf der Baustelle regelmäßiger und intensiv gearbeitet. Der „Probebetrieb“ kann – wie bereits verkündet – jetzt starten. Mitte Mai 2024 ist die Eröffnung des Bades geplant.

Seit dem Sommer hat sich eine Menge auf der Baustelle getan. Auch wenn jetzt noch viele neue Rohrleitungen auf dem Gelände liegen, sieht es dennoch so aus, dass alles, was verbaut gehörte, auch zum größten Teil verbaut ist.

Ob bis Mai eine „Liegewiese“ am Bad benutzt werden kann, scheint noch nicht ganz so sicher. Es kommt auf die Witterung und in diesem Fall vielleicht darauf an, ob nicht doch Rollrasen verlegt werden muss.

Seit 2017 geschlossen

Doch bis Mai dauert es noch fünf Monate und da können noch viele Hände vieles erledigen. Skeptiker würden jetzt sagen: „Das Becken ist halb leer.“ Für die unerschütterlichen Optimisten zählt nur die Zuversicht.

Wenn Mitte Mai noch nicht alles perfekt ist, werden die Freibad-Freunde sich damit abfinden können. Immerhin ist das Bad seit 2017 geschlossen.

Ob es bei den mittlerweile vier Millionen Euro Sanierungskosten für die Anlage bleiben wird, muss ebenfalls abgewartet werden. Ein Zurück, so wurde es auch im Rat und von Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) noch einmal ausdrücklich betont, ist ausgeschlossen. Auch wenn die CDU-Fraktion nicht müde wird, weiterhin auf die hohen Sanierungs- und Betriebskosten hinzuweisen.

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung
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