Emden - Seit Ende Januar wurde fleißig geprobt – jetzt ist die Friesenbühne klar für den zweiten Teil der Spielzeit 2022/23. Und der lässt Spitzzüngiges auf Platt erwarten. Denn für die finale Halbzeit hat Regisseurin Birgit Frerichs die Komödie „(K)een Happy End“ mit dem bezeichnenden Untertitel „ein amüsanter Rosenkrieg in zwei Akten“ ausgesucht. Premiere ist am Freitagabend, 21. April, im „Lüttje Huus“ in der Brückstraße. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
Spiel mit Rollenbildern
Premiere feiert die neue Friesenbühnen-Komödie „(K)een Happy End – ein amüsanter Rosenkrieg in zwei Akten“ am Freitag, 21. April, um 20 Uhr im „Lüttje Huus“, Brückstraße 62.
Weitere Aufführungen finden statt am: Samstag, 22. April, um 20 Uhr; Sonntag, 23. April, um 16 Uhr; Donnerstag, 27. April, um 20 Uhr; Samstag, 29. April, um 20 Uhr; Sonntag, 30. April, um 16 Uhr; Donnerstag, 4. Mai, um 20 Uhr; Samstag, 6. Mai, um 20 Uhr sowie Sonntag, 7. Mai, um 16 Uhr.
Eine beengte Parksituation herrscht an einigen Tagen wegen der gleichzeitigen Aufführung von „Melanie Schulte“ in der Neuen Kirche, Brückstraße. Dies betrifft den 21., 23. und 29. April. Dann sollte man besser zu Fuß oder mit dem Rad kommen oder sich bringen lassen.
Karten für die Vorstellungen gibt es ausschließlich im freien Verkauf. Direkt bestellt werden können sie über die Homepage der Friesenbühne (www.friesenbuehne.de/Karten&Preise). Erhältlich sind Karten auch bei der Geschäftsstelle der Emder Zeitung, Ringstraße 17a, und bei Kulturevents Emden, Alter Markt 2a.
Das Friesenbühnen-Abonnement ist für die neue Komödie nicht gültig. Dies ist noch eine Folge aus der nicht kalkulierbaren Corona-Zeit. Ein neues Abonnement mit zwei Aufführungen wird es wieder ab Sommer/Herbst 2023 geben. Dann werden auch alle bisherigen Abonnenten angeschrieben, ob sie ihr Abo reaktivieren wollen.
In den ursprünglich hochdeutschen Stück von Teresa Sperling und Stefan Vogelhuber, das von Felix Borchert ins Niederdeutsche übersetzt, von Frerichs aber noch einmal ostfriesisch nachgeschärft wurde, geht es um ein Ehepaar, das kurz vor seiner Scheidung steht. Der Ehevertrag der beiden sieht allerdings vor, dass sie in diesem Fall noch eine letzte gemeinsame Nacht im Ferienhaus ihrer Flitterwochen verbringen. Blöd, wenn man so gar nicht mehr miteinander auskommt – aber die beste Basis für allerlei unterhaltsame Gemeinheiten.
„Es ist schon sehr viel Klischee dabei, was die Rollenbilder von Mann und Frau anbelangt“, räumt Frerichs ein. „Aber es sind definitiv viele Momente darin, in denen man sich selbst darin wiedererkennen kann.“ Schon bei den Proben des Zwei-Personen-Stücks mit Gitta Nörtker und Karl-Peter Frerichs in der Rolle des Ehepaars sei das gut angekommen. Und natürlich hat Birgit Frerichs die Dialoge und Pointen auch noch ein bisschen zielgenauer auf die beiden zugeschnitten. Froh ist die Regisseurin, dass erstmals seit Corona alles bei den Proben glattgegangen ist und seit Mitte Januar keine Krankheits-Querschläger mehr dazwischen gekommen sind: „Wir können wieder etwas befreiter Theater spielen.“
Munterer Kampf der Geschlechter: Gitta Nörtker und Karl-Peter Frerichs in Aktion. Bild: privat
Sonntags um 16 Uhr
Auch wenn es nur zwei Akte und zwei Akteure auf der Bühne gibt, ist das Stück abendfüllend. Wobei die Aufführungen an den Sonntag schon um 16 Uhr stattfinden. Diese Neuerung war bereits beim ersten Stück der Spielzeit „De Gigolo-Lehrjungs“ im Herbst eingeführt worden, damit vor allem die Älteren abends nicht im Dunkeln nach Hause müssen. Das hat sich bewährt – und wird laut Birgit Frerichs inzwischen auch gern von Jüngeren zum Theaterbesuch genutzt, die in dieser Zeit ihre Kinder gut bei den Großeltern unterbringen können.
Beim neuen Stück hinter der Kulissen im Einsatz sind: Annegret Groenewold (Souffleuse), Inka Groenewold und Rixte Meyer (Inspizienz) und Dirk Visser (Technik). Das von Birgit Frerichs entworfene Bühnenbild wird von Klaas-Jürgen Klaassen, Helmut Zimmermann, Reinhard Bruns, Werner Nörtker, Rainer Voigt und Maik Amstätter realisiert.
