Hinte - Im Dorfentwicklungsprogramm will die Gemeinde Hinte noch in diesem Jahr einen entscheidenden Schritt weiterkommen. Schon im September sollen, so die Idee der Verwaltung und des beauftragten Planungsbüros NWP aus Oldenburg, erste Anträge für eine Förderung möglich sein. Ziel ist es, die acht Dörfer der Gemeinde lebenswerter zu gestalten und das Miteinander zu fördern. Profitieren sollen davon letztlich alle.
Die Dörfer Hinte, Suurhusen, Loppersum, Canhusen, Osterhusen, Cirkwehrum, Westerhusen und Groß Midlum befinden sich nun schon seit über einem Jahr in dem Dorfentwicklungsprogramm. Sie bilden gemeinsam die „Dorfregion Hinte“, mit der sie es in das Förderprogramm des Landes Niedersachsen geschafft haben. Die erste der drei Phasen soll spätestens zum September mit Vorlage des Dorfentwicklungsplans abgeschlossen sein. Das sagten die Planer von NWP bei einem Zwischenbericht in der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde.
Dorfgespräche
Bereits im vergangenen Jahr fanden in allen acht Ortschaften sogenannte Dorfgespräche statt. Dabei konnten die Bewohner sich über den Ist-Stand austauschen und gemeinsam Stärken und Schwächen des jeweiligen Wohnortes herausarbeiten. Ziel war es, eine Bestandsaufnahme für die Dorfregion Hinte durchzuführen. Seitdem wurden die Ergebnisse in mehreren Arbeitskreissitzungen besprochen.
Als Projektideen sind etwa für Westerhusen ein Unterstand im Börgtuun, die Umnutzung des ehemaligen Gebäudes der Feuerwehr und die Anpassung eines Radwegs genannt worden. Für Groß Midlum wird unter anderem eine Straßenquerung und die Schaffung von Parkplätzen gefordert. Die Canhuser wünschen sich die Neugestaltung des Außenbereichs vom Dorfgemeinschaftshaus oder den Bau eines Radweges. In Osterhusen stehen Seniorenwohnungen und die Lückenbebauung auf dem Programm und in Loppersum findet sich auf der Wunschliste auch die Verbindung beider Ortsteil durch eine Brücke über das Knockster Tief wieder. Für jeden der acht Orte gibt es eine solche Liste. Mal ist sie länger, mal kürzer.
Projektsteckbriefe
Aktuell erarbeiten die Ortschaften sogenannte Projektsteckbriefe. Hier wird aufgelistet, wie das Projekt umgesetzt werden kann und was dafür notwendig ist. Diese Steckbriefe fließen anschließend in den Dorfentwicklungsplan für die gesamte Dorfregion.
Für den April und Mai sind noch drei Sitzungen des Arbeitskreises vorgesehen. Außerdem ist für den 10. Mai ein Runder Tisch angesetzt. Im Anschluss soll er dann fertig sein, der Dorfentwicklungsplan. Und diese ist notwendig, um den Stichtag 30. September für die Antragseinreichung einzuhalten. Im vierten Quartal soll es dann eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung für alle Hinteraner geben, denn mit Fertigstellung des Dorfentwicklungsplans beginnt die zweite Phase des Programms. Bei dieser geht es dann um die Umsetzung, um die Plananerkennung und die gestellten Förderanträge sowie deren Realisierung.
