Hinte - Eltern müssen in der Gemeinde Hinte künftig etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn es um die Versorgung der Kindergartenkinder geht. Das hat der Rat genau so beschlossen wie die Einführung einer Windel-Pauschale. Doch nicht nur im Bereich der Kleinkinderversorgung gibt es Veränderungen. Ein Überblick über die Entscheidungen aus der jüngsten Ratssitzung.
Neben dem sogenannten Essensgeld wird es bei den kommunalen Kitas in der Gemeinde Hinte ab März auch einen Beitrag für das Frühstück geben. So hat der Rat einstimmig für die Einführung einer Frühstückspauschale in Höhe von einem Euro pro Kind und Tag gestimmt. Die Gemeinde erhofft sich dadurch Mehreinnahmen von rund 65 000 Euro. Die sind notwendig, um die Ziele im Bereich der Gemeindefinanzen für das Jahr 2024 zu erreichen. Denn die Gemeinde hat sich ein Haushaltssicherungskonzept auferlegt, dafür braucht es aber Mehreinnahmen. Neben den seit Jahren erhobenen zwei Euro pro Kind und Tag für das Mittagsessen kommt also für die Eltern jetzt noch ein weiterer Euro pro Tag dazu. Wer mehrere Kinder in den Einrichtungen oder Schulen der Gemeinde hat, zahlt allerdings gestaffelt weniger. Hinzukommen die eigentlichen Elternbeiträge für den jeweiligen Betreuungsplatz.
Windel-Pauschale
Ebenfalls neu ab diesem Monat wird die sogenannte Windel-Pauschale sein. Die Windeln werden von den Kitas beschafft, eine Bereitstellung durch die Eltern ist nicht mehr möglich. Für die Inanspruchnahme werden pro Kind und Monat zwölf Euro erhoben. Das soll der Gemeinde am Ende gut 12 000 Euro zusätzliches Geld einbringen. Auch dieser Punkt wurde einstimmig beschlossen.
Plätze für Mülltonnen
Für Hundehalter soll es in der Gemeinde beim täglichen Spaziergang übrigens einfacher werden. Ursprünglich wollte sich die Gruppe FDP/FLH auf den Bereich Gewerbestraße/Krummer Weg/Suurhuser Straße beschränken und dort eine „angemessene Anzahl“ an Abfallbehältern für Hundekot bereitstellen. „Die Bürger haben uns gezielt für diesen Abschnitt angesprochen und mehr Möglichkeiten für die Entsorgung gefordert“, sagte etwa Gruppenvorsitzender Martin Gronewold. Die SPD sprang ihm bei und ließ den Antrag erweitern. Jetzt soll in allen Ortsteilen geschaut werden, wo noch Bedarf an dieser Art von Abfallbehältern ist. Mit den Gegenstimmen der CDU, die das nicht für notwendig hielt und auch vor dem Mehraufwand für den Bauhof warnte, wurde der Antrag mehrheitlich angenommen.
Ebenfalls nicht einstimmig ging der Antrag von FDP/FLH durch, in Osterhusen an der Ecke Osterhuser Straße/Suurhuser Straße eine Ecke zu pflastern, um hier künftig die Mülltonnen der Anwohner aus dem Dreisprung abzustellen. Da die Müllfahrzeuge nicht mehr in die Sackgassen fahren, muss hier Platz geschaffen werden, machte Martin Gronewold deutlich. Er forderte aber auch, in allen Dörfern der Gemeinde nach solchen Straßen zu schauen und notfalls Platz für die Tonnen zu schaffen. Die CDU und auch Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) lehnten diesen Vorschlag ab. Mit Zustimmung der SPD und den Grünen ging der Antrag jedoch durch. Jetzt muss die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Ortskümmerern schauen, wo es Bedarf nach solchen Stellflächen gibt.
