Emden - Einen Betrag zwischen 70 und 100 Millionen soll die dringend erforderliche Sanierung der Großen Seeschleuse kosten. So war es zuletzt von Niedersachsen Ports kommuniziert worden. Ob es tatsächlich dabei bleiben wird, ist ungewiss.

Die letzte „Grundinstandsetzung“ – so hieß das damals offiziell – fand vor rund 30 Jahren statt. Grundlage dafür waren auch Untersuchungen aus früheren Jahren: 1925, 1957/58 und 1969/73 war der bauliche Zustand überprüft worden. Dabei traten „teilweise erhebliche Beschädigungen“ zutage, notierte das Niedersächsische Hafenamt, der Vorgänger von N-Ports, in einer Broschüre aus den 1990er Jahren. Das führte – zusammen mit einer notwendigen Erhöhung des Deiches – zur Instandsetzung, die im November 1992 begann und sich bis ins Jahr 1996 zog.

Die Kosten für die Maßnahme (Sanierung von Massivbauten, Schleusentoren, Antrieben und Steuerungen sowie Energiezentrale und Deichen) beliefen sich auf rund 50 Millionen Mark.

Damals wie heute galt und gilt: Die Arbeiten werden unter laufendem Betrieb erledigt. Als sehr komplex erweist sich das Vergabeverfahren. Im Januar ließ N-Ports verlauten, dass man hoffe, die Aufträge im zweiten Quartal vergeben zu können. Danach wäre ein Baustart zwar möglich, Klagen von Mitbietern könnten das Verfahren jedoch hinauszögern.

Axel Milkert
Axel Milkert Emder Zeitung (Leitung)