Emden - Die erste Phase der Bergung des in Emden havarierten Frachtschiffes „Sabine“ steht unmittelbar bevor. Die rund 1100 Tonnen Splitt, mit denen das in der Mitte durchgebrochene Schiff beladen war, sollen in den nächsten Tagen abgebaggert werden, teilte Sprecherin Dörte Schmitz von Niedersachsen Ports (NPorts) gegenüber dieser Redaktion mit. Bereits am Dienstag ist der dafür notwendige Bagger aufgestellt worden und führte erste Probebaggerungen durch. Das Frachtschiff „Sabine“ aus Papenburg war am Donnerstag, 5. Oktober, spektakulär am Emder Südkai durchgebrochen und anschließend gesunken.
Die Bergung des Splitts ist der erste Schritt der zweistufigen Bergungsarbeiten. Sobald der Splitt aus dem Laderaum des Schiffs entfernt wurde, könne das Wrack noch einmal untersucht werden, so Schmitz. Bisher reduzieren Splitt und trübes Hafenwasser die Sicht auf das Frachtschiff. Die Hoffnung der Verantwortlichen ist, dass sich ohne den Splitt an Bord ein genaueres Bild über die Lage der Schiffsteile ergibt. Anhand dessen solle dann der weitere Bergungsplan aufgestellt werden, um das Wrack zu entfernen.
Nach ersten Untersuchungen vergangene Woche mit Tauchern geht NPorts davon aus, dass die beiden Hälften des Wracks parallel zum Liegeplatz in unterschiedlicher Tiefe liegen, an der tiefsten Stelle elf Meter tief. Bewegen tut sich das Wrack nicht mehr, es liegt sicher und ist nicht verdriftet. Auch der Treibstoff, rund 7,5 Kubikmeter Diesel, ist sicher in den Tanks verschlossen. Ein Auslaufen des Diesels und damit einhergehende Umweltschäden seien somit ausgeschlossen.
Der 3D-Scan vergangene Woche belegte, dass „Sabine“ in der letzten Drittelhälfte geknickt ist. Genaue Aussagen zur Schadensursache können derzeit noch nicht gemacht werden. Das gehe erst, wenn das Schiff geborgen ist.
