Emden - „Aller Anfang war schwer ...“ So ist eine Veranstaltung anlässlich der Gründung der Hochschule Emden/Leer vor 50 Jahren überschrieben. Initiiert hat sie ein Kreis von ehemaligen Professoren, Mitarbeitern, Studenten und Bürgern. Ein halbes Jahrhundert Hochschule (ursprünglich: Fachhochschule) im Stadtteil Constantia und in Leer ist für die Gruppe Anlass genug, etwas auf die Beine zu stellen. „Wir meinen, dass das gewürdigt werden muss“, sagte Uwe Rozema, einer der Initiatoren, im Gespräch mit dieser Redaktion.
Teil der Reform
Geplant ist dieser Abend in der Pausenhalle der Berufsbildenden Schulen I, also in der Schule, in der die Hochschule am Emder Standort ihre Wurzeln hat. Erst Anfang der 1980er Jahre erfolgte der Neubau im Stadtteil Constantia.
„Es gibt viele Erinnerungen an die ersten Jahre. Erinnerungen auch an die Schwierigkeiten und Planungshindernisse“, sagte Rozema. Zum Wintersemester 1973/74 konnte das ambitionierte Bildungsprojekt an den Start gehen. Die neue Einrichtung war auch Teil der damaligen Hochschul- und Bildungsreform. Die damalige Landesregierung unter Ministerpräsident Alfred Kubel (SPD) und mit Peter von Oertzen (SPD) als Kultusminister schuf im Zuge der Reform die Fachhochschule Ostfriesland (FHO) mit den Fachbereichen Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Wirtschaft in Emden sowie Seefahrt und maritime Wissenschaft in Leer.
Bekannte Namen
Um die regionalpolitische Bedeutung der FHO von 1973 bis 1980 soll es am Mittwoch, den 10. Mai, in den BBS I gehen. Moderiert von Prof. Dr. Carsten Müller (Professor für Sozialarbeit/Sozialpädagogik) werden Zeitzeugen zu verschiedenen Themen sprechen. „Lehrende der ersten Stunde“, wie Rozema erklärte, aber auch Studierende, die von ihren Erfahrungen und ihrem Werdegang berichten. Als Teilnehmer angekündigt sind unter anderem Prof. Dr. Rüdiger Böhlhoff, Prof. Karl-Heinz Dignas und Prof. Dr. Walter Garen – Namen, die mit der Entwicklung der Fachhochschule und späteren Hochschule eng verbunden sind. Mit dabei sind ebenso Absolvent Gerd Brandt (seit Jahren bekannt als Frontmann der Gruppe „Laway“) und Norbert Tilmann (ehemaliger Emder Planungsamtsleiter).
Eine Frontalveranstaltung sei nicht geplant, betonte Rozema. Ziel ist eher ein „offenes Gespräch“. „Austausch und Diskussion mit den Besuchern im Plenum“ ist deshalb ein zentraler Punkt des Abends.
Die Veranstaltung in der Pausenhalle der BBS I beginnt am Mittwoch, 10. Mai, um 18 Uhr und soll gegen 20 Uhr enden.
