Emden - Bei der Emder Eiszeit sind offenbar K.o.-Tropfen eingesetzt worden. Eine 17-jährige Emderin hat eine entsprechende Anzeige bei der Polizei in Emden erstattet, wie Sprecher Dirk Heße von der Polizeiinspektion Leer/Emden auf Nachfrage mitteilte. Der Fall ereignete sich bereits am 1. Februar. „Das Mädchen litt unter Kreislaufproblemen und ihr wurde schwarz vor Augen“, sagte Heße. Die Minderjährige wurde daraufhin ins Krankenhaus gebracht und untersucht. Zu den Ergebnissen darf die Polizei allerdings keine Aussage treffen, informierte der Polizeisprecher. Nur so viel: „Wir ermitteln wegen des Verdachts des Einsatzes von K.o.-Tropfen, sprich wegen gefährlicher Körperverletzung.“

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Vorsicht geboten ist bei offenen Getränken.

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Varel

Weitere Fälle sind indes nicht bekannt. „Es sind keine weiteren Fälle zur Anzeige gebracht oder der Polizei gemeldet worden“, sagte Heße. Dennoch führt die Polizei in Emden vermehrt Kontrollen bei der Eiszeit durch – das sei aber auch unabhängig von dieser angezeigten Tat bereits der Fall gewesen. Zudem stehe man im regen Kontakt mit der Stadt Emden und den Verantwortlichen der Eiszeit.

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Auch wenn bisher keine weiteren Fälle bekannt sind, rät Heße auf jeden Fall eigene Getränke niemals unbeobachtet zu lassen. Zudem sei das Personal vor Ort besonders sensibilisiert worden – das aber schon vor dem Vorfall Anfang Februar. Gleiches gilt auch für die Schausteller, die die Gastronomie in der Nordseehalle betreiben.

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)