Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Ehrung von 37 Menschen aus elf Gemeinden Dank an engagierte Bürgerinnen und Bürger

Werner Jürgens
Ohne sie würde vieles anders und manches vermutlich gar nicht laufen: Dafür erhielten die Ehrenamtlichen von der Gemeinde Krummhörn eine Urkunde und einen Blumenstrauß.

Ohne sie würde vieles anders und manches vermutlich gar nicht laufen: Dafür erhielten die Ehrenamtlichen von der Gemeinde Krummhörn eine Urkunde und einen Blumenstrauß.

Werner Jürgens

Krummhörn - Das „böse C-Wort“ mochte die Krummhörner Bürgermeisterin Hilke Looden fast gar nicht in den Mund nehmen. Aber letztlich war Corona schuld daran, dass die Kommune geraume Zeit auf ihre Ehrung der Ehrenamtlichen hatte verzichten müssen. Am Freitag wurde das in der Loquarder Grundschule nun endlich nachgeholt. Und weil der Nachholbedarf entsprechend groß war, durften sich 37 Bürgerinnen und Bürger aus elf Gemeinden ihre Anerkennung für uneigennützigen und unentgeltlich Engagement eine Urkunde abholen. Anschließend gab es noch einen kleinen Imbiss mit Umtrunk.

Unermüdlicher Einsatz

Als ganzes Team geehrt wurden zum einen die rüstige Rysumer IG Dienstagsgruppe, die sich einmal in der Woche trifft, um den Mühlenbereich und den Ortskern sauber zu halten, und die aus vier Damen bestehende Stammbelegschaft, die im Rysumer „Müllerhus“ den Gästen Tee und Kuchen kredenzt. Jeweils eine Auszeichnung erhielten der erste und zweite Vorsitzende vom Fischereiverein Greetsiel. Heiner Kruse und Edgar Bruns kümmern sich um die Pflege und den Fischbestand ihrer Vereinsgewässer.

Auch von der Ländlichen Akademie wurden mit Hero-Georg Boomgaarden und Britta Kaufmann zwei Mitglieder für ihre mannigfaltigen Aktivitäten belohnt. Ebenfalls eine doppelte Ehrung ging an die Campener „Museumsfrünnen“ Ewald Hieronimus und Karl Heinz Heuermann. Der 2021 neu gegründete Verein ist nicht zuletzt wegen ihres unermüdlichen Einsatzes auf inzwischen 100 Mitglieder angewachsen. Silke Jacobsen und Evi Stiene vom Reha-Sport des TV Greetsiel sind seit vielen Jahren im Vorstand ihres Vereins aktiv.

Beide hielten ihr Trainingsangebot auch während der Corona-Krise übers Internet weiterhin aufrecht.

Moderne Anlage

Kaum eine der am Freitag gewürdigten Personen beschränkte sich auf eine einzige Aufgabe. So ist Reinhard Fischer nicht nur Vereinsvorsitzender der SPVGG Nordstern-Upleward, sondern auch Betreuer, Projektleiter sowie Sponsoring-Verantwortlicher und hat als solcher 160 000 Euro an Fördermitteln für Sanierung der Sportheimgebäude seines Vereins akquiriert. Dass der Schützenverein Krummhörn 2019 eine moderne IT-gestützte Schießanlage erwerben konnte, verdankte er maßgeblich dem Engagement seines 1. Vorsitzenden Kai Dorn, der darüber hinaus eine stattliche Reihe an Zusatzqualifikationen inklusive der erforderlichen Lehrgangsbescheinigungen vorzuweisen hat.

Im Test-Zelt

Betreuer, Spieler, Trainer und Getränkewart wiederum sind nur ein paar der Funktionen, die Andre Meiners regelmäßig ausübt. Dem steht Torsten Cornelius in nichts nach. Er ist seit 1978 für den FC Pilsum tätig, wo er aktuell die Wassersportsparte leitet und auf die Instandhaltung der Hafenanlage sowie der Elektrik und Beleuchtung achtet. Svenja Mennenga ist Vorstandsmitglied des TV Greetsiel, betreut die Sport-AG der örtlichen Grundschule und lädt die Kindergartenkinder einmal im Jahr zum „Pommesessen“ ins Restaurant „Seestern“ ein. Außerdem initiierte sie während der Corona-Krise ein Test-Zelt für alle Greetsieler Restaurants.

Stolze 77 Jahre

Exzellentes Krisenmanagement während der Pandemie bewiesen hat ebenfalls Reiner Hoogestraat. Er übernahm 2019 die Leitung des TuS Pewsum, hat den Verein anschließend mit sicherer Hand durch die schwierige Zeit gelenkt und die Digitalisierung der Verwaltung entscheidend vorangetrieben. Bereits seit über 15 Jahren organisiert und veranstaltet Ina Kromminga Kindergottesdienste. Sie wurde am Freitag ebenso mit einer Urkunde belohnt wie der „Grön Bengel“ Helmut Leipelt, der mit stolzen 77 Jahren nach wie vor aktiver Spieler der Ü-60-Krummhörn-Hinte ist und in der „dritten Halbzeit“ für das leibliche Wohl seiner Sportplatzoldies sorgt. Daneben betrachtet sich der gebürtige Ruhrpottler als ein gutes Beispiel für eine gelungene Integration. Wer allerdings glaubt, nur ältere Menschen würden sich ehrenamtlich engagieren, sah sich spätestens bei Marco Cornelius getäuscht. Der ist gerade mal Anfang 20 und fast täglich auf dem Sportplatz zu finden, um dort handwerkliche und gärtnerische Arbeiten vorzunehmen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hatten im Hinspiel keinen leichten Stand: die Oldenburg DeWayne Russell (links) und Ebuka Izundu gegen den Tübinger Kriss Helmanis. Die Baskets unterlagen mit 84:93.

OLDENBURG EMPFÄNGT TIGERS TÜBINGEN Gegner der Baskets darf auf keinen Fall verlieren – Weitere Ausfälle möglich

Niklas Benter Mathias Freese
Oldenburg
Wills Woche
Is’ was?

ISLAM IN DEUTSCHLAND Keine Religion steht über der Kritik

Alexander Will
Jüdische Studierende an der Uni Oldenburg blicken mit Sorge auf die Vorfälle der vergangenen Wochen. Unsere Redaktion hat mit zwei Studentinnen darüber gesprochen, wie sie ihren Alltag erleben. (Symbolbild)

ANTISEMITISCHE VORFÄLLE IN OLDENBURG Zwischen Paranoia und Mut – So erleben jüdische Studierende die Stimmung auf dem Campus

Josepha Zastrow
Oldenburg
Berliner Notizen
Keine Parade für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

KURIOSES UND UNGEWÖHNLICHES IM POLITIKBETRIEB Eine Trompete, ein Jogger und (k)eine Militärparade

Hagen Strauß Büro Berlin
Hat sich auf Vermehrung von Rhododendren und Azaleen spezialisiert: Timo Schröder aus Wiefelstede.

VERMEHRUNGSBETRIEB IN WIEFELSTEDE Kinderstube für Rhododendren und Azaleen

Kerstin Schumann
Wiefelstede