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Gutachten zur Mühle in Pewsum Vor der Sanierung müssen noch die Flügel geröntgt werden – Museum bleibt weiter geschlossen

Hier bleibt die Tür weiter zu: Das Mühlen- und Handwerksmuseum in der Pewsumer Mühle.

Hier bleibt die Tür weiter zu: Das Mühlen- und Handwerksmuseum in der Pewsumer Mühle.

Torsten von Reeken

Krummhörn - Die Türen der Pewsumer Mühle bleiben weiter zu. Damit kann auch das im Galerieholländer und dem angrenzenden Packhaus untergebrachte Mühlen- und Handwerksmuseum wieder nicht öffnen – das dritte Jahr in Folge. Zu groß sind die Schäden und bis es zur geplanten großen Sanierung kommt, muss jetzt noch ein weiterer Schritt erfolgen. Das hat das inzwischen vorliegende Gutachten ergeben, wie Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) auf Anfrage der Redaktion bestätigte.

„Die Mühlenflügel müssen noch geröntgt werden“, sagte die Bürgermeisterin. Erst danach kann die Verwaltung den genauen Kostenumfang für die notwendigen Maßnahmen ermitteln. Der darauf folgende Schritt ist dann, dass final die Fördermöglichkeiten ausgelotet und anschließend die Arbeiten ausgeschrieben und schließlich auch vergeben werden. Während also das Röntgten der Mühlenflügel geplant wird, wird das Gutachten derweil weiter innerhalb der Verwaltung ausgewertet. Zu den Kosten kann noch nichts gesagt werden.

Mauer erneuert

Dabei war bereits im vergangenen Sommer die Sanierung zumindest in Teilen gestartet. Der große Riss in einer Wand des Packhauses wurde von einer Fachfirma in wochenlanger Handarbeit beseitigt. Rund 10.000 Steine wurden händisch aus der beschädigten Wand abgetragen und letztlich wieder aufgemauert. Durch den großen Riss, der sich handbreit durch das Mauerwerk zog, drang Feuchtigkeit in das Innere ein. Auch das Dach der Mühle war durch einen Sturmschaden beschädigt, wodurch sich der Wasserschaden im Museum vergrößerte. Mitarbeiter des Krummhörner Bauhofs rückten letztlich an, um das Dach abzudichten.

Während diese Arbeiten inzwischen erledigt sind, gibt es andere Baustellen, die weiter auf ihre Sanierung warten. So ist beispielsweise die Galerie schon länger gesperrt, weil das Holz marode ist. Und auch innerhalb der Mühle gibt es Stellen in den Zwischendecken, den man nicht mehr unbedingt trauen kann, wie der ehemalige Vorsitzende des Heimatvereins Krummhörn, Detlef Meyer-Rongelraths, schon im vergangenen Jahr im Gespräch mit dieser Redaktion schilderte.

Farbe für die Burg

Der Heimatverein betreibt das Mühlen- und Handwerksmuseum und ist auch für die Manningaburg verantwortlich. Besitzer der Mühle ist seit 1960 die Gemeinde Krummhörn. Während also die Auswertung des Gutachtens für die Sanierung der Mühle noch läuft, sind auch für die Manningaburg Arbeiten geplant. Von einem neuen Außenanstrich der Burg ist die Rede. „Wann der Anstrich tatsächlich erfolgt, kann im Moment noch nicht gesagt werden“, sagte Looden allerdings. Noch ist nichts final entschieden. Gleiches gelte auch für die Sanierung der Dachrinnen. Looden betonte aber: „Wir sind sehr froh, dass die Mitglieder des Heimatvereins die Burg so gut pflegen und in Schuss halten.“

Die Verwaltungschefin hofft aber demnächst auf eine schnellere Bearbeitung der Planungen. Dabei setzt sie große Hoffnung auf die Besetzung zweier Stellen im Rathaus. So sollen zum Mai im Bauamt die beiden Stellen für Projektbearbeitung im Bereich Gemeindeentwicklung und Infrastruktur und als Technischer Mitarbeiter im Bereich Hoch- und Tiefbau besetzt werden. „Ich gehe davon aus, dass – nach der Einarbeitung und Priorisierung – dann auch einiges zügiger vorankommt“, sagte sie.

Im vergangenen Sommer wurde eine Mauer im Packhaus wegen eines großen Riss aufwendig abgetragen und dann wieder aufgemauert. Bild: Jens Tammen

Im vergangenen Sommer wurde eine Mauer im Packhaus wegen eines großen Riss aufwendig abgetragen und dann wieder aufgemauert. Bild: Jens Tammen

Jens Tammen
Jens Tammen Emder Zeitung (Stv. Leitung)
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