Emden - Ein Ladenleerstand in der Emder Innenstadt kommt den Freunden der Seefahrt zumindest vorübergehend zugute. Der Eigentümer einer Immobilie in der Straße Zwischen Beiden Märkten – dort, wo zuvor das obw-Geschäft Middenmang ansässig war – hat dem Verein angeboten, das Ladenlokal als Vorführraum für Filme zu nutzen. Das teilte der 2. Vorsitzender der „Freunde“, Ernst Richter, im Gespräch mit dieser Redaktion mit.
Und schon an diesem Mittwoch ist es soweit: Gezeigt wird ein Film über den Umbau des russischen Eisbrechers „Kapitän Sorokin“ bei den damaligen Thyssen Nordseewerken. Das Unternehmen hatte seinerzeit einen speziellen Bug für Eisbrecher entwickelt, den Thyssen-Waas-Bug. Zwei sowjetische Eisbrecher, die „Kapitän Sorokin“ und die „Mudyug“, wurden Mitte der 1980er Jahre damit ausgerüstet. Erläuterungen am Filmabend wird Diplom-Ingenieur Johann Alberts geben, selbst ein ehemaliger Nordseewerker.
Die Freunde der Seefahrt betreiben in der Emsstraße seit Jahren ein Maritimes Museum. Dort nutzen sie auch einen Nebenraum für öffentliche Filmabende. „Da war es allerdings in den letzten Wochen recht kalt“, sagte Richter. Und so kommt den rührigen ehemaligen Fahrensleuten das Angebot im Stadtzentrum sehr gelegen. Auch, weil sie dadurch ein wenig die Werbetrommel für sich rühren können. „Wir werden am Schaufenster auf unser Museum hinweisen“, kündigte Richter an.
Das Problem für den Verein ist, dass sein Museum, das reich an Exponaten ist, etwas abseits liegt und daher nicht gleich ins Blickfeld rückt. Richter: „Selbst viele Emder wissen ja nicht, dass es uns gibt.“ Das Angebot des Immobilieneigentümers haben sie deshalb dankbar angenommen. Obendrein bietet der neue Vorführraum auf Zeit etwa 70 Besuchern Platz, doppelt so vielen wie in der Emsstraße.
Der Filmabend am Mittwoch, 1. März, im ehemaligen Middenmang beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
