Emden - Nach dem Vandalismus-Wochenende, an dem Unbekannte zahlreiche Bäume, Bänke, Tafeln und Holzskulpturen mit Axt oder Beil traktiert, beschädigt oder zerstört haben, steht im Emder Stadtwald nun die Bestandsaufnahme der genauen Schäden an. Hinzugekommen ist inzwischen auch noch ein Futtertrog, den Jagdpächter Richard Harders und Jagdaufseher Joachim Eilts jährlich mit Mais bestückt haben, um dem Wild über den Winter zu helfen. Bei der Stadt Emden, Eigentümerin des Waldes, läuft die Sichtung noch.
71 Hektar groß
„Unabhängig von der Schadensaufnahme, die bereits durch die Polizei erfolgt ist, wir unsere zuständige Mitarbeiterin im Fachdienst Liegenschaften in der nächsten Woche eine Begehung des kompletten Waldes vornehmen“, teilte Sprecherin Theda Eilers mit. Bei der Kartierung der zu behebenden Schäden wird sie gut zu tun haben. Mittlerweile ist der Stadtwald (angelegt 2001) 71 Hektar groß.
In einem ersten Aufschlag hatten am Montag bereits Mitarbeiter des Ökowerks, aus dessen Werkstatt viele der Holzanlagen stammen, den Stadtwald durchkämmt. Das Ökowerk schaue jetzt erst einmal noch, welche Arbeiten aus eigener Kraft erledigt werden können, teilte Eilers mit. Ökowerk-Geschäftsführerin Dr. Katharina Mohr hatte aber bereits zu Wochenbeginn signalisiert, dass es kein Problem sein dürfte, die versperrten Wegen so schnell wie möglich von den kaputten Bäumen freizuräumen. Bei den schweren Holzbänken und anderen Teilen, die in den Gräben gelandet sind, sieht das aber anders aus. Hier muss die Stadt ein Unternehmen mit schwerem Gerät beauftragen. Auch deshalb wird die Liegenschafts-Mitarbeiterin noch einmal mit dem Lageplan losziehen.
Müll-Aktion findet statt
Keine Auswirkungen hat das Ganze auf die geplante Müllsammel-Aktion am 18. März im Rahmen von #emdenmacht. „Dass Hinweisschilder und Bänke teils nicht mehr vorhanden sind, ist sehr schade“, sagte Eilers. „Wir hoffen, dass die Aktion trotz allem ein Erfolg wird und die Teilnehmer den Wald neu zu schätzen lernen.“
Derweil hat die Polizei noch keine neuen Erkenntnisse zur Tat. Hinweise nimmt sie unter 04921/8910 entgegen.
