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Neue Regelung in der Emder Neutorstraße Vergrämungs-Maßnahme gegen den Individualverkehr?

Gut 20 Autos finden zwischen Agterum und Rathaus Platz.

Gut 20 Autos finden zwischen Agterum und Rathaus Platz.

Axel Milkert

Emden - Die Neutorstraße ist wieder zu einer Hauptverkehrsstraße geworden. Wer den Autoverkehr dort zwischen Neutor Arkaden und Rathaus aktuell beobachtet, kann zu diesem Schluss kommen. Seit einigen Tagen fließt der Verkehr so, wie er fließen soll. Die Richtung buchstäblich vorgegeben haben die Erkenntnisse aus dem in der Bevölkerung umstrittenen Verkehrsversuch, der im August 2021 gestartet worden war. Bei der jetzigen Lösung ist jedoch nie zuvor getestet worden, wie der Verkehr fließt, oder auch nicht, wenn die Rechtsabbieger-Ampel am Rathausplatz entfällt.

Planen mit der Neutorstraße: Oberbürgermeister Tim Kruithoff mit seinen Mitarbeitern Hinrich Post, Wolfgang Fecht, David Malzahn und Martje Merten.

UMBAU DER EMDER INNENSTADT Die Neutorstraße bekommt ihre letzten Striche

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Emden

Das Ergebnis in den ersten Tagen nach der Freigabe und einer exakteren (weißen statt gelben) Markierung auf der Fahrbahn: Die Autoschlange staut sich auf einer Spur im Einrichtungs-Verkehr – auch zu normalen Zeiten – vom Stadtgarten bis zur Kreuzung Agterum. Am Mittwoch zwischen 10.45 Uhr und 11.15 Uhr zum Beispiel war das der Fall. Bürger berichten außerdem, das Verkehrsaufkommen dort sei zeitweilig so erheblich wie noch nie.

Und das hat diese Redaktion vor Ort registriert:

20 Autos und mehr

Eine Fahrzeugschlange von 20 Autos und mehr bildet sich wiederholt zwischen Rathaus und Neutor Arkaden (entlang von Fahrradabstellanlagen, neuen Blumenkübeln und mobilen Sitzgelegenheiten). Den überwiegenden Teil machen Pkw aus, die dann dort für einige Momente verweilen (die meisten mit laufendem Motor) und sich langsam wieder in Bewegung setzen, wenn die Ampel am Stadtgarten auf Grün schaltet. Der Verkehr fließt nicht gleichmäßig, sondern in einem Stop-and-go-Verfahren. Entsprechend sind Lärm und Abgasemissionen wahrzunehmen.

Nur noch eine Spur

Am Stadtgarten gibt es keine Rechtsabbieger-Spur in Richtung Am Delft und folglich auch keine gesonderte Rechtsabbieger-Ampel mehr. Das hat zur Folge, dass sich im Rückstau Geradeaus-Fahrer und Rechtsabbieger mischen. Beide erhalten also gleichzeitig Grün. Rechtsabbieger müssen jedoch auf Fußgänger achten, die zu diesem Zeitpunkt den Überweg vom Ratsdelft in Richtung Stadtgarten oder umgekehrt nutzen. Bei Geradeaus-Fahrern ist deshalb gegebenenfalls Geduld gefragt.

Vorstaufläche

Vor der Ampelanlage in Höhe des dm-Marktes (Neutor Arkaden) ist eine Art „Vorstaufläche“, markiert durch eine dicke weiße Haltelinie, geschaffen worden. Zwei bis maximal drei Autos können dort abwarten, bis diese Ampel den Weg in Fahrtrichtung Ratsdelft wieder freigibt. Das führt hin und wieder dazu, dass aus Richtung Abdenastraße kommende Radfahrer, die nach links Richtung Auricher Straße abbiegen wollen, einen größeren Bogen um wartende Pkw machen müssen.

„Das ist ein Prozess“: Auf Dauer soll der motorisierte Individualverkehr in der Innenstadt reduziert werden.

STADT EMDEN ZUR NEUTORSTRASSE „Dieses System muss sich erst einspielen“

Axel Milkert
Emden

Mit Rückstau rechnen

Hinzu kommt: Wer mit dem Auto auf der Abdenastraße unterwegs ist und in die Neutorstraße einfahren will, muss dort auf den langen Rückstau gefasst sein. Verkehrsteilnehmer berichten auch davon, dass es zwischenzeitlich eng wird durch den Zufluss von Autos aus der Straße Zwischen Beiden Bleichen (Linksabbieger Richtung Neutorstraße/Abdenastrsaße), insbesondere in Stoßzeiten.

Axel Milkert
Axel Milkert Emder Zeitung (Leitung)
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