Emden - Der landeseigene Hafenbetreiber NPorts hat für seine Niederlassungen in Emden und Norden einen neuen 50-Tonnen-Kran angeschafft. Der leistungsstarke Mobilkran soll den Häfen wieder ein Stück mehr Selbstständigkeit verschaffen. Denn die Trockenlegung einer Schleuse, ein gelöster Fender oder eine Hafenbaustelle seien ohne einen solchen Kran inzwischen nur schwer machbar.
Alter Kran schon verkauft
Der neue Mobilkran ist ein dreiachsiger Kran mit einem 31 Meter langen Ausleger. Investition: rund 625 000 Euro. Zuletzt stand NPorts nur ein 20 Tonnen schwerer Teleskop-Kran zur Verfügung, der bis 2021 insgesamt 23 Jahre im Einsatz war. Aufgrund des hohen Verschleißes sowie weiterer Mängel wurde dieser Kran stillgelegt und verkauft, hieß es nun.
„Der Hafen Emden braucht einen eigenen Kran – dessen waren wir uns sicher“, wird Aiko Hollander, Niederlassungsleiter NPorts Emden, in einer Mitteilung zitiert. Gerade für die täglichen Hafenarbeiten müsse man flexibel agieren können. Die Investition wurde von den beiden Niederlassungen in Emden und Norden gemeinsam getragen. Emden bewirtschaftet den gesamten Emder Hafen, Norden entlang der Küste die Häfen Norddeich und Bensersiel sowie die Inselhäfen Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Der bisherige Kran war einfach zu klein geworden. In der Niederlassung Norden wurde zudem bislang ein Seilkran verwendet, der nach 27 Jahren ebenfalls stillgelegt werden musste. In beiden Niederlassungen standen somit keine eigenen mobilen Krane mit Straßenzulassung für Instandhaltungsarbeiten zur Verfügung. Gerade aber für Arbeiten an Schleusen wie die Große Seeschleuse, die Nesserlander Schleuse oder die Borssumer Schleuse sind Mobilität und Hebekraft eines größeren Krans wichtig, so heißt es bei NPorts weiter.
Zuletzt nur geliehen
„Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem neuen Kran“, sagte dann auch Hauptkranführer Manfred Pollmann, der seit zwölf Jahren für NPorts auf Kranen im Einsatz ist. Der neue Kran decke Aufgabenbereich im Hafen sehr gut ab, wird Pollmann zitiert. „Grenzen gibt es immer, aber innerhalb dieser können wir mit dem neuen Kran wunderbar arbeiten.“ Bis zur Beschaffung des neuen Krans wurde zwei Jahre lang auf Leihkrane oder die Unterstützung anderer Unternehmen zurückgegriffen. Das erforderte deutlich mehr Planung der Kraneinsätze und weniger flexibles Reagieren auf unvorhergesehene Ereignisse wie Sturmschäden oder kleinere Reparaturen.
