Emden - Der Kreisverband Emden von Bündnis 90/Die Grünen ist nicht glücklich über das bisherige Resultat der laufenden Neupflasterung des Radwegs an der Auricher Straße.
Er bezweifelt, dass mit dieser Maßnahme tatsächlich schon ein Teil des sogenannten „Super-Radwegs“ – angestrebt ist eine bequem ausgebaute 5,5 Kilometer lange Pendler-Strecke von Hinte nach Borssum – entsteht. Kritikpunkt der Grünen: Der jetzige Abschnitt ist auf einem Bürgersteig angelegt, den sich Radfahrer und Fußgänger ohne sichtbare Abgrenzung teilen müssen.
„Nur 3,10 Meter breit“
„Im Masterplan Radverkehr der Stadt Emden steht zu diesem Radschnellweg, dass die Radverkehrsfläche mindestens vier Meter breit sein soll und dazu ein begleitender Gehweg vorhanden sein soll“, führte Sprecher Mauro da Silva Oliveira an. „Der jetzt gebaute Weg ist für Fuß- und Radverkehr zusammen aber nur 3,10 Meter breit.“ An den Bushaltestellen seien es gar nur 2,30 Meter.
„Platz unangetastet“
„Was ist das für ein Zeichen?“, fragt der Grünen-Sprecher. „In Zeiten, in denen es allgemein anerkannt ist, dass eine Verkehrswende dringend erforderlich ist, lässt die Stadt Emden den großzügig vorhandenen Platz für den Autoverkehr unangetastet.“
Zudem werde dem Radverkehr weiterhin nur ein gepflasterter Weg angeboten. Damit sei absehbar, wann auch dieser Weg wieder holperig sei.
