Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Notfallversorgung in Emden RKsH und Emder Rettungsdienst werden eins

Stephanie Schuurman
Machen gemeinsame Sache: RKsH-Geschäftsführer Holger Rodiek, der übers Tablet zugeschaltete Stadtrat Volker Grendel, Oberbürgermeister Tim Kruithoff und Rettungsdienst-Leiter Andree Heinks.

Machen gemeinsame Sache: RKsH-Geschäftsführer Holger Rodiek, der übers Tablet zugeschaltete Stadtrat Volker Grendel, Oberbürgermeister Tim Kruithoff und Rettungsdienst-Leiter Andree Heinks.

Stephanie Schuurman

Emden - Der städtische Rettungsdienst und die Rettungsdienstsparte des Vereins für Rettungsdienst, Krankentransporte und soziale Hilfsdienste (RKsH) werden eins. Das haben Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) und RKsH-Geschäftsführer Holger Rodiek jetzt in einem Pressegespräch bekannt gegeben. Damit wird ein weiterer Schritt zur Neuaufstellung des Rettungsdienstes in der Stadt vollzogen – und das schon zum 1. April.

Wie berichtet, hatten Rat und Stadt Emden bereits kürzlich beschlossen, die seit 1986 bestehende Rettungsdienst DRK/Stadt Emden GbR zugunsten eines direkten Fachdienstes der Stadt aufzulösen. Während die Trennung vom DRK aber zunächst einmal nur vertragsrechtliche Gründe wegen Haftungsrisiken für Kommunen hat, liegt der wesentliche Grund für den Zusammenschluss mit dem RKsH zu einem gemeinsamen, städtischen Rettungsdienst vor allem im Fachkräftemangel.

Personalaustausch

„Früher war es ein Wettbewerb um Patienten, jetzt ist es längst einer ums Personal“, sagte Rodiek, der den Verein vor 37 Jahren gegründet hatte. Tatsächlich gebe es bereits seit längerer Zeit einen Personalaustausch „auf dem kurzen Dienstweg“. Heißt: Wenn beim Rettungsdienst Sanitäter fehlten, fährt einer vom RKsH auf dem städtischen Wagen mit oder umgekehrt, so Rodiek.

Sowohl Kruithoff als auch Stadtrat Volker Grendel bekräftigten diese Argumentation. Denn durch die umfangreiche Strukturveränderung entstünde ein größerer Personalstamm mit einer höheren Flexibilität in der Dienstplangestaltung. „Damit wird die Grundlage für eine zukunftsfähige Notfallversorgung für die Bevölkerung geschaffen.“

Die RKsH-Mitarbeiter aus dem Bereich Rettungsdienst bekommen in Kürze ein Beschäftigungsangebot von der Stadt Emden. Auch die Rettungswagen und die medizinische Ausstattung des RKsH sollen von der Stadt übernommen werden. Der Verein selbst wird sich allerdings nicht auflösen. Die Dienstleistungsbereiche Essen auf Rädern, Erste-Hilfe-Kurse, Hausnotrufdienst und Sanitätsdienste werden unter dem Vereinslogo RKsH fortgeführt.

Zweite neue Wache

Auch die seit Jahren andauernden Planungen zum Bau einer neuen Rettungswache werden nicht aufgegeben. Vor dem Hintergrund, dass die Versorgungsaufträge bis Oldersum ausgeweitet sind, erklärte Kruithoff das Gelände an der Petkumer Straße nochmals zum „idealen Standort“. Am Montag werde mit den Krankenkassen als Kostenträgern weiter über die Absicht, dort zu bauen, unter den neuen Gegebenheiten verhandelt. Mit dem Bau des Zentralklinikums in Uthwerdum werde zudem über eine zweite neue Rettungswache nachgedacht, der aktuelle Standort am Emder Klinikum damit infrage gestellt.

Wer allerdings den neuen, gemeinsamen Rettungsdienst führen wird, ist noch offen. Der aktuelle Leiter des Rettungs-Betriebes, Andree Heinks, wechselt auf Wunsch des Verwaltungsvorstandes zum Fachdienst Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz. Dort soll er als Experte im Bereich Katastrophenschutz neu hinzu gekommene Aufgaben übernehmen, was seit dem Kriegsgeschehen in der Ukraine eine höhere Bedeutung bekommen habe, so Grendel.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover