Emden - Eins ist auf der Informationsveranstaltung zur Sanierung der Eggenastraße am Mittwoch deutlich geworden: Die Anwohner freuen sich auf die Erneuerung von Gehwegen und Fahrbahn. Der Zustand der Straße ist mittlerweile so schlecht, dass man die Vibrationen in den Wohnungen deutlich spüre, bestätigte eine Anwohnerin. Damit soll nun bald Schluss sein. Am 16. Oktober will die Emder Baufirma Christians loslegen, kündigte Wolfgang Fecht, Abteilungsleiter beim Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden (BEE) am Mittwoch im Kulturbunker Barenburg vor sieben Interessierten aus der Eggenastraße und angrenzenden Straßen an. Bis dahin werden die Stadtwerke ihre Arbeiten in diesem Abschnitt beendet haben.
Ungutes Gefühl
Bei aller Freude beschleicht den einen oder anderen der Anlieger auch ein ungutes Gefühl. Manche befürchten, dass dort weiterhin – nach ihren Beobachtungen – zu schnell gefahren wird. Schon heute sei es so, dass einige Autofahrer auf der langgezogenen Geraden (dort gelten grundsätzlich 50 Kilometer pro Stunde) enorm beschleunigten. „Von mir aus kann man dort die Höchstgeschwindigkeit auf 20 runtersetzen“, sagte eine Anwohnerin. Die Eggenastraße sei längst eine Rennstrecke geworden. Hinrich Post, Fachdienstleiter Straßenverkehr bei der Stadt, versprach: „Wir werden das beobachten. Und wir werden dort auch mal unser ,Engelke’ aufstellen.“ Der mobil einsetzbare Blitzer, der in seinem Erscheinungsbild eher an eine Gulaschkanone erinnert, ist Autofahrern in Emden inzwischen bekannt. Aktuell soll das Gerät, das auch andere Daten außer Tempoüberschreitungen aufzeichnen kann, in der Trogstrecke eingesetzt werden.
Knapp 190 Meter lang ist der Abschnitt, der jetzt saniert wird.
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„Wir hoffen, dass wir lange durcharbeiten können“: BEE-Abteilungsleiter Wolfgang Fecht.
Axel MilkertEin Zuhörer im Kulturbunker verwies darauf, dass die Eggenastraße, nicht zuletzt durch den Kindergarten Neue Heimat am Ende der Hermann-Allmers-Straße (dort beginnt die Eggenastraße), ein sensibler Bereich sei. Das betreffe sowohl die dort gefahrenen Geschwindigkeiten als auch die Parksituation.
Mülltonnen beschriften
Bis die Baumaßnahme erledigt ist, gehen noch ein paar Monate ins Land. Wolfgang Fecht nannte Ende Februar/Anfang März als voraussichtlichen Abschlusstermin. Mit Blick auf den kommenden Winter sagte er: „Ich hoffe, dass wir lange durcharbeiten können.“ 350.000 Euro kostet die Maßnahme. Die Firma Christians wird zunächst den südlich gelegenen Gehweg in Angriff nehmen, zuvor werden neue Rinnen und Regeneinläufe gesetzt. Dann folgt der Gehweg auf der nördlichen Seite und schließlich die Fahrbahn. Für Radfahrer wird ein sogenannter Schutzstreifen markiert. Die meisten Arbeiten sollen unter fließendem Verkehr (nur einseitige Sperrungen sind vorgesehen) ausgeführt werden.
Rettungsdienste und Feuerwehr seien informiert, sagte Fecht. Die Anwohner werden gebeten, ihre Mülltonnen mit den entsprechenden Hausnummern zu beschriften. Die Baufirma sammelt die Behälter pünktlich zum Abfuhrtag ein und bringt die geleerten Tonnen zu den jeweiligen Häusern zurück. Erwogen wird noch ein vorübergehendes Halteverbot in der sehr schmalen Schnedermannstraße, sagte Hinrich Post.
