Papenburg - Im Sommer liefert die Meyer Werft das Kreuzfahrtschiff „Silver Nova“ ab. Jetzt ist in Papenburg das Schwesterschiff, die „Silver Ray“, auf Kiel gelegt worden. Beide Schiffe gelten als besonders nachhaltig und umweltfreundlicher gegenüber anderen Schiffen der Branche. Damit werben sowohl der Auftraggeber, die Reederei Silversea Cruises (Royal Caribbean Group), als auch das Schiffbauunternehmen an der Ems.
230 Tonnen zum Start
Zur Kiellegung waren ausgewählte Reiseberater eingeladen worden. Sie sahen die symbolische Zeremonie, die eine jahrhundertealte Tradition im Schiffbau hat und den Montagebeginn eines neuen Schiffes markiert. Auch Barbara Muckermann, Präsidentin und Geschäftsführerin von Silversea, und Jan Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft, waren dabei, als eine Gedenkmünze mit der Silhouette der „Silver Ray“ als Glückssymbol unter einem vormontierten Stahl-Modul platziert wurde. Die Schiffssektion hat ein Gewicht von 230 Tonnen und misst 47 Meter Länge und acht Meter Breite. Die „Silver Ray“ bietet Platz für 728 Passagiere und wird voraussichtlich im Sommer 2024 in Dienst gestellt.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Werft und Reederei werden die Silversea-Neubauten als „Ultra-Luxus-Schiffe“ bezeichnet. „Silver Nova“ und „Silver Ray“ seien „wichtige Meilensteine auf dem Weg der Royal Caribbean Group zu einem Netto-Null-Neubau“. „Die Vorfreude auf die Einführung unserer bahnbrechenden Schiffe der Nova-Klasse steigt, denn die ,Silver Nova’ wird noch in diesem Sommer in die Flotte aufgenommen“, wird Muckermann in der Mitteilung zitiert. Die „völlig neuen“ öffentlichen Einrichtungen an Bord gehörten „zu den geräumigsten auf See“.
Die „Silver Ray“ und die „Silver Nova“ sind 244 Meter lang und bieten 728 Passagieren Platz. Sie sind mit einer Bruttoraumzahl von 54.700 vermessen und damit deutlich kleiner als die größten bislang in Papenburg gebauten Kreuzfahrtschiffe.
Hauptbrennstoff bei beiden Neubauten ist Flüssigerdgas (LNG). Der Schadstoffausstoß soll durch den Hybridantrieb um 40 Prozent gegenüber der vorherigen Schiffsklasse gesenkt werden.
Auf der „Silver Nova“ wird der Prototyp eines Brennstoffzellensystems installiert, womit der Strom an Bord erzeugt werden soll. Üblicherweise geschieht das in der Schifffahrt vorwiegend mit Hilfe von Dieselgeneratoren.
Schiffsbesichtigung
Die Reederei-Präsidentin dankte allen Beteiligten „für die wertvolle Zusammenarbeit“ und fügte hinzu: „Die Nova-Klasse wird neue Maßstäbe auf dem Weg zur emissionsfreien Kreuzfahrt setzen. Wir freuen uns daher, heute mit der Kiellegung einen weiteren symbolischen Schritt beim Bau der ,Silver Ray’ zu machen.“ Jan Meyer ist überzeugt, dass das „innovative Design“ des Schiffes die Gäste „begeistern wird“. Vor der offiziellen Kiellegung der „Silver Ray“ stand die Besichtigung der „Silver Nova“ auf dem Programm. Sie entsteht gleich nebenan in derselben Halle. Das Besondere bei beiden Schiffen: die Stromversorgung erfolgt perr Brennstoffzelle.
