Emden - Ab ins Grüne! Dieses Motto galt in den letzten Tagen nicht nur für menschliche Picknicker und Spaziergänger rund um die beiden Emder Schwanenteich. Es passt auch ganz gut zu den Ausflügen der Enten, Teichhühner und Möwen ins Wasser. Auf beiden Teichen hatte sich nämlich ein grünlicher Schmodder breitgemacht. Besonders hartnäckig hielt sich der dicke Algenteppich auf dem unteren (und größeren) Teich und schwappte dort auch in dieser Woche noch herum. Am Donnerstag will die Stadt hier aber noch einmal Abhilfe schaffen.
Der große Schwanenteich: Auf dieser Hälfte ist er mit einem grün-braunen Algenteppich bedeckt. Bild: Gaby Wolf
„Letzte Woche waren beide Teiche mit einem Algenbelag bedeckt“, ließ der Bau- und Entsorgungsbetrieb (BEE) über Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Anfrage mitteilen. Nachdem der BEE darauf hin die Durchflussmenge vom Ems-Jade-Kanal zum Fehntjer Tief erhöht habe, sei zumindest die Wasseroberfläche des oberen Teiches zuletzt wieder klar gewesen.
Um nun den unteren Teich ebenfalls wieder sauber zu bekommen, werde am Donnerstag ein Spülfahrzeug die Durchlässe spülen. Das nämlich sei in der vergangenen Woche aufgrund der Bodenverhältnisse – nach all dem Dauerregen im Sommer – noch nicht möglich gewesen.
Die Algenbildung sei ein Hochsommerphänomen und regelmäßig zu beobachten, hieß es. „Gesundheitsschädliche Blaualgen sind es aber nicht“, sagte Stadtsprecher Dinkela auf Nachfrage. Allgemein gilt: Algen (außer Blaualgen, die eigentlich Bakterien und giftig sind) stellen zunächst keinen Grund zur Besorgnis dar, sondern sind Teil des Ökosystems im Teich. Wachsen sie vermehrt, ist das ein Anzeichen für ein erhöhtes Nährstoffangebot. Nimmt es überhand, kann das Ganze aber kippen. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann Wasserpflanzen und -tieren schaden.
